DIX (was ist?)

DIX (EWK – Deutschland Index)

Was ist der DIX ?

Der EWK-Deutschland Index ist eine komplexe, im philosophischen, nicht im mathematischen Sinne transzendente Kennzahl, die zwar tagesaktuell erhoben wird, jedoch aufgrund der Zukunftserwartungen, die in alle verwendeten Basiswerten bereits eingeflossen sind, eine mittelfristige Trendaussage für den Zeitraum von sechs bis zu achtzehn Monaten ermöglicht.

Die Trendaussage bezieht sich primär auf die Entwicklung der „Stimmung“ im Lande.

Ein ansteigender Wert des DIX korrespondiert mit der Zunahme der „begründeten Sorglosigkeit“  und drückt sich aus in wachsender Lebens- und Konsumfreude, in wachsender Investitionsneigung, steigender Geburtenzahl und rückläufiger Suizidrate.

Sinkt der Punktwert des DIX, kann davon ausgegangen werden, dass latente Ängste und Zukunftssorgen sich zunehmend konkretisieren. Die Sparneigung wächst, der Konsum geht zurück, langfristig angelegte Investitionen werden zurückgestellt, die Politik versucht massiv Zuversicht auszustrahlen, Anleger bevorzugen Sachwerte.

Ein längeres Verharren des DIX, gleichgültig auf welchem Niveau, signalisiert das Anwachsen von Spannungen, von „Druck im Kessel“, der kein Ventil findet. Solche Phasen werden in der Regel mit einem größeren Ausbruch des Index-Wertes abgeschlossen, für dessen Eintreten stets ein markantes Ereignis verantwortlich ist, mit dessen Hilfe entweder  gebundene, expansive Kräfte freigesetzt werden, oder bewahrende, schützende Kräfte endgültig gebrochen werden.

 

 

Welche Informationen werden zur Ermittlung des EWK-Deutschland Index‘ herangezogen?

Wir verwenden insgesamt nur vier Werte, die wir zueinander in Beziehung setzen, um den DIX zu ermitteln. Das sind:

  1. Der Schlusskurs des Deutschen Aktienindex DAX vom Vortag.
    Dieser Kurs gibt Auskunft über die Erwartungshaltung jener Anleger, deren Entscheidungen zumindest noch rudimentär auf realwirtschaftlichen Entwicklungserwartungen aufbauen. Der Prognosehorizont der Investoren, der im DAX vorweggenommen und über die Breite der im DAX vertretenen Branchen aggregiert ausgedrückt wird, dürfte im Mittel bei etwa einem Jahr liegen.
  2. Der Preis für die Feinunze Gold in Euro.
    Wenn auch der Goldpreis stärkeren und nachhaltigeren Manipulationen großer Player ausgesetzt ist als der DAX, bleibt ein Einfluss dabei doch unkorrigiert, und das ist der Kurs des Euro bezogen auf den US$. Ein steigender Goldpreis in Euro deutet also zunächst einmal auf einen starken Dollar hin und damit auf wachsende Exportchancen der deutschen Wirtschaft. Steigt der Goldpreis, obwohl der Euro erstarkt, liegt dem im Bereich des physischen Marktes ein Nachfrage-Überhang zugrunde. Dies ist primär ein Indiz für einen positiven Trend der Weltwirtschaft, weil (insbesondere in Asien) jene Überschüsse erwirtschaftet wurden, die benötigt werden, um Goldreserven anzulegen. Weil die asiatischen Märkte für die deutsche Exportwirtschaft von großer Bedeutung sind, ist der dort am steigenden Goldpreis abzulesende Kaufkraftüberschuss ein positives Zeichen. Sinkende Notierungen für Gold entstehen, wenn die eben angeführten Kaufkraftüberschüsse nicht erwirtschaftet werden, oder der Optimismus der Anleger so groß ist, dass sie aus dem sicheren Gold in spekulative Anlagen umschichten. Dies wird jedoch im DAX durch steigende Kurse abgebildet. Wir habe diese beiden Basiswerte so miteinander gekoppelt, dass sowohl kompensatorische als auch potenzierende Impulse der Bewegungen im DIX ihren Ausdruck finden.
  3. Der Preis für ein Barrel Rohöl (BRENT) in US$ am Spotmarkt.
    Nach wie vor ist Öl der maßgebliche Rohstoff auf dieser Welt. Der Preis des schwarzen Goldes entscheidet über die Weltkonjunktur stärker als der Preis jedes anderen Rohstoffes. Und die Notierung keines anderen Rohstoffes reagiert so umfassend auf (drohende) Veränderungen der geostrategischen Situation. Wir setzen hier auf die direkte Wirkung und lassen jede Preissteigerung als negatives  Ereignis, jede Preissenkung als positives Ereignis direkt proportional in den Index einfließen.
  4. Die Prognose der Demoskopen für das zukünftige Abschneiden der Partei die Grünen.
    Die Erfahrung der Vergangenheit lehrt, dass außer den jeweiligen Anhängern und Sympathisanten der Grünen niemand „Hochgefühle“ entwickelt, wenn es mit den Grünen aufwärts geht. Grüne Politik ist Verbots- und Verzichtspolitik, garniert mit überbordender Bürokratie und moralinsaurem Zeigefinger. So sinnvoll die Vorstellungen der Grünen auch für den Erhalt der Umwelt sein mögen, eine Verbesserung der Stimmung im Lande ist mit grünem Einfluss auf Regierungshandeln nicht verbunden, eher eine Zunahme der Zukunftssorgen und damit eine Trübung der Lebensfreude. Hohe Zustimmung für die Grünen bedeutet andererseits aber auch erhebliches Misstrauen gegenüber den ehemals großen Volksparteien und damit politisch unruhige und instabile Zeiten.
    Den Einfluss dieses Basis-Wertes auf den EWK-Deutschland Index haben mir mit einer weit überproportionalen Wichtung versehen, weil es sich um einen Wert mit einer besonders weit in die Zukunft reichenden Wirksamkeit handelt, der alle anderen Bewegungen überdeckt.

 

Welche Bedeutung hat der Startwert von 500 Punkten

Wir hatten als „Normal-Null“ den Wert von etwa 2.000 Punkten angepeilt und den Bereich zwischen 1.000 und 3.000 Punkten als einen Korridor angenehmer Verhältnisse angesehen. Die nach der langen Test- und Simulationsphase nun veröffentlichte Startposition von nur 500 Punkten markiert einen superkritischen Wert, der insbesondere auf den Höhenflug der Grünen in den letzten Monaten zurückzuführen ist.

Um bei weiterhin so hohen Zustimmungswerten für die Grünen mit dem DIX wieder in den Korridor angenehmer Verhältnisse zurückzukehren, müsste beispielsweise der DAX auf 14.000 Punkte steigen und zugleich das Barrel Öl wieder mit ungefähr 50 $ gehandelt werden.

Langfristig erfolgversprechender wäre allerdings ein Erstarken der konservativen Kräfte in der Politik und damit das Absinken der Prognosen für die Grünen.

Oktober 26th, 2018 by Egon W. Kreutzer