Category: Paukenschläge

November 15th, 2018 by Egon W. Kreutzer

Satan erkennt man an Hörnern, Klumpfuß, Schwanz mit Quaste – und eben dem schwefeligen Geruch, mit dem er sich umgibt. Read more of this article »

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November 8th, 2018 by Egon W. Kreutzer

Sternstunde im Bundestag?

Der strahlende Stern wurde leider schon nach wenigen Minuten von einem großen, massereichen Schwarzen Loch verschluckt.

 

Üblicherweise versucht der Teufel, den frommen Christenmenschen zu einem Pakt zu überreden. Heute haben sich die Frommen aller Heilslehren gegen den Teufel verschworen.

Es war klar, dass die heutige Aussprache über den Antrag der AfD, die Bundesregierung aufzufordern, den „Pakt“ nicht zu unterschreiben, nicht zur vergnügungssteuerpflichtigen Veranstaltung geraten würde.

Es war klar, dass sich hinter den erklärten Zwanzig-Fünfzehnern (es handelt sich dabei um eine Unterart der Transatlantiker)  schnell der ganze Rest des Bundestages zusammenrotten würde, um gemeinsam auf die AfD einzuprügeln, weil man sich in der Masse halt so stark fühlt.

Es war nicht klar, dass der Kommentator bei Phönix auf eine derart schamlose Weise Partei ergreifen würde.

Es war nicht klar, mit welch‘ bodenloser Naivität die überwiegende Mehrzahl der gewählten Volksvertreter davon schwärmen würde, wie segensreich dieser wunderbare, unverbindliche Pakt gerade für Deutschland sei – und wie sie der AfD vorhielten, dem deutschen Volke mit der Ablehnung dieses Paktes Schaden zuzufügen.

Von daher war es ein Tortur, dieser Debatte zu folgen.

Weil 192 oder 190 oder 180 Staaten, ganz so sicher war man sich da nicht,
sich auf ein unverbindliches Papier geeinigt haben,
dessen sämtliche Forderungen Deutschland längst erfüllt,

(Da wird also gar nichts Neues mehr auf uns zukommen! Die AfD will doch nur aus schäbigen parteitaktischen Gründen Panik machen!)

werden nun alle Staaten dieser Welt,
alle Migranten unverbindlich so gut behandeln, wie Deutschland,
so dass die meisten Migranten gar keinen Anreiz mehr haben,
nach Deutschland zu kommen,
weil es ihnen ja schon in den bisherigen Transitländern so gut geht.

Wie abgestumpft muss man in diesem Hohen Hause sein, wenn man solche Traumtänzereien ertragen kann, ohne wie das HB-Männchen in die Luft zu gehen; wie ideologisch verbohrt, wenn man dieser Logik auch noch zu applaudieren vermag?

Der Afghane, der künftig beschließt, aus Afghanistan auszuwandern, weil er sich anderswo ein besseres Leben verspricht, der muss künftig nicht mehr den 5.000 Kilometer langen, beschwerlichen Weg nordwestwärts auf sich nehmen, um für sich und seine Angehörigen kostenlos Nahrung, Kleidung, Wohnung und medizinische Versorgung in Castrop-Rauxel zu finden. Es wird nach Inkraftsetzung des unverbindlichen Paktes völlig genügen, wenn er von Kabul aus 400 km in südöstlicher Richtung nach Islamabad zieht, weil Pakistan sich als Zielland ja verpflichtet hat, ihm die gleichen Leistungen zu bieten, wie Deutschland.

Überhaupt

(ich weiß, das klingt jetzt wirklich absolut irre, aber es ist der Kern der Argumentation von CDU und SPD, der auch von Grünen, FDP und LINKEn nicht angezweifelt wird)

überhaupt gäbe es dank dieses Paktes schon im nächsten Jahr nur noch ganz supertolle Zielländer in denen sich alle Migranten dieser Erde auf Kosten derer, die schon länger  dort leben, einen schlauen Lenz machen.

Das gilt übrigens nicht nur für Flüchtlinge. In Bezug auf die Flüchtlinge werden natürlich die Fluchtursachen bekämpft, und auch das kann nur eine Sache internationaler, unverbindlicher Absichtserklärungen sein, doch ansonsten ist Migrant jeder, der die Grenzen seines Heimatlandes in Richtung Ausland überschritten hat.

Einer der Redner hat ernsthaft erklärt, man müsse sich für die Angleichung der Standards einsetzen, wenn man die Migrationsanreize mindern will. Und er ist offenbar reinen Herzens davon ausgegangen, dass die Angleichung fraglos hinauf, aufs deutsche Niveau führen werde.

 

Neulich habe ich irgendwo die folgenden Sätze gelesen:

… kein Wunder, ist es doch so, dass sich die fachlichen und persönlichen Anforderungen, die an den Kandidaten für das Amt des Dorfbürgermeisters gestellt werden, in nichts von den Anforderungen unterscheiden, denen zu genügen hat, wer Bundeskanzler werden will.

Beide müssen ein gewisses Alter erreicht haben.

Niemand muss einen Schulabschluss vorweisen, um zum Bundeskanzler gewählt werden zu können, niemand braucht irgendwelche beruflichen Erfahrungen – wer gewählt wird, darf in Berlin kanzlern und im Dorf bürgermeistern.

Man kann den Gewählten also nicht den geringsten Vorwurf machen, wenn sie – vermeintlich Kraft ihres Amtes – Dinge tun oder veranlassen, deren Folgen sie mangels notwendiger Kenntnisse nicht überblicken können, oder gar solche, zu denen sie weder befugt noch berechtigt sind. 

Niemand kann sie zwingen, wissen zu müssen, was sie tun.

Erschwerend kommt hinzu, auch wenn dies nur selten bedacht wird, dass es der Vorteil des Klugen und Gerissenen ist, sich dumm stellen zu können, was umgekehrt nur selten gelingt.

Dem habe ich nur hinzuzufügen, dass auch die Abgeordnete des Deutschen Bundestages keinerlei Befähigungsnachweis vorzuweisen brauchen, es sei denn, man hält schon das Parteibuch für ausreichend.

Nachdem mich, als einem Kritiker dieses Paktes, der die Haltung der USA, Israels, Ungarns, Polens und Österreichs absolut nachvollziehen kann, aus dem Hohen Hause heute via Phönix der Pauschalvorwurf des Verschwörungstheoretikers getroffen hat, möchte ich den Damen und Herren im Hohen Hause in Dankbarkeit und Anerkennung attestieren, dass sie selbst als bloße (arglose) Theoretiker, denen jeder Gedanke an eine Verschwörung völlig fremd ist, nur mit Hilfe des Fraktionszwanges allein, in der Lage sind, durchaus erstaunliche Vorstellungen von der Realität zu entwickeln.

 

Leider wird sich an den Machtverhältnissen in Berlin bis zum Compact-Day in Marrakesch nichts mehr ändern.

Vermutlich ist der Pakt auch deshalb unverbindlich, weil man daraus nicht einmal verbindlich wieder aussteigen kann.

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Oktober 26th, 2018 by Egon W. Kreutzer

Zum gestrigen Paukenschlag haben mich zwei Kommentare erreicht, die ich gerne öffentlich mache. Den einen, weil er eine wichtige ergänzende Einsicht liefert, den anderen, weil mir so  viel Lob und erkennbare Geistesverwandtschaft das Herz jubeln ließen.

Egon Hauck hat entdeckt, dass im Quartett von Dummheit, Klugheit, Gerissenheit und Weisheit ein Element fehlt – der Joker! Das hat er so beschrieben:

Hallo Herr Kreutzer, ich mal wieder.

Wiedergefunden habe ich mich in diesem Artikel nicht, denn um meine Arbeit, egal welche ich gerade tue, unhinterfragt zu tun, dazu bin ich nicht dumm genug. Da mir Geld an sich auch nicht viel bedeutet, habe ich auch nicht den Ehrgeiz der Gerissenen entwickelt.

Klug bin ich auch nicht, sonst besäße ich ja die Klugheit, wenigstens im rechten Moment ein wenig gerissen zu sein um die Früchte meiner Klugheit auch ernten zu können.

Ich halte es nicht für erstrebenswert, sich für eines der schlicht bescheuerten Statussymbole im hiesigen Angebot ein mehr oder weniger reines Gewissen zu demontieren. Ich halte nach wie vor am Plan meines 10.000 € Hauses fest und versuche diesen gegen den massiven Widerstand einer trägen Masse ins Rollen zu bringen.

Was bin ich nun?

Dumm? Kann ich nach ihrer Definition nicht sein.
Klug? Erst recht nicht.

Gerissen? Schon gar nicht. Um die Ecke zu denken gelingt mir nicht.
Also habe ich überlegt ob ich weise bin.

Wenn man darunter einen abgeklärten alten Hansel versteht, der in einer Höhle auf dem Berg wohnt und dort meditativ vor sich hin lebt, so wünsche ich mir das manchmal für mich, weil ich davon durch Zen Meditation in meiner Studentenzeit einen durchaus positiven Vorgeschmack bekommen habe. Und dann habe ich vor kurzem mal wieder den Simplicissimus gelesen und diese Einflüsse zusammen ergeben für mich folgendes Bild:

Ich bin ein Narr.

Ich bin jemand, der versucht in diese Welt eine andere einzunisten, eine die ich für besser,
weil menschlicher, für reicher, weil weniger gierig und für friedlicher, weil kooperativ halte.

Ich bin ebenso ein Narr, weil es mir nichts bedeutet in einer Organisation von Deppen eine Hackordnung hoch zu klettern und der oberste Depp zu sein.

Vielleicht war ich zu lange und zu oft in Nürnberg, wo einige der aussagekäftigsten Denkmäler unserer Republik herumstehen. Da ist zuförderst das Narrenschiff zu nennen, auf dem ich weder Smutje noch Kapitän sein möchte. Dann gibt es das sogenannte Hochzeitskarussell am weißen Turm. Es ist ein wundervolles Abbild der Beziehungsgestörtheit in unserer Gesellschaft, in der jeder jedes anderen Feind sein soll um eben dumm, und lenkbar zu werden. Und je besser das gelingt umso uninteressanter und  dämlicher wird diese Gesellschaft.

Ich lebe einzig noch hier, weil ich in meiner Höhle dann eine Art Unikum wäre und so wie Jesus womöglich irgendwelche klebrigen Jünger bekäme, die nichts kapiert haben aber gewaltige Chancen auf Einfluss und Macht sehen, wenn sie diesen Narren für sich nutzen.

Und natürlich weil ich selbst diese Höhle, die wahrscheinlich schon Jahrtausende existiert, einem Idioten, der vielleicht nicht mal 50 ist, abkaufen müsste, als hätte er diese Höhle „hergestellt“.

Die wahren Dummen sind die Gerissenen, danach gibt es die  „Saudummen“. Das sind die, die dank einer Ausbildung und Förderung vom Feinsten, die schmutzigen Tricks der Gerissenen nicht brauchen um diese Gesellschaft in den Wahnsinn zu treiben. Aber dumm genug sind sie, dass sie die irdischen Zusammenhänge nicht in demselben erkennen können sondern mit der „Vorteilsbrille“ eben nur das sehen, was ihnen noch ein größeres Schnitzel auf den Teller wirft.
Wie man trotz Klugheit so dumm sein kann, das ist schon saudumm.

Weise? Wer ist das schon? Und wenn es einen gäbe, wer würde ihn denn nicht gleich als Scharlatan denunzieren, weil er die ganzen bayrischen, deutschen und weltweiten Milchmädchenrechnungen der ach so Klugen nicht ernst nehmen kann?

Nein der einzige Weg ist es, wie bei Shakespeare, der Narr zu sein.

Demokratie, wie wir sie heute kennen, ist keine, auch ihre linken und rechten Auswüchse sind weder demokratisch noch irgendwie zu irgendetwas oder irgendwem freundlich, sondern nur raffgierig. Also einfach ein gut getarnter Kampf ums Überleben im sozialdarwinistischen Sinn.

Dabei sind wir Menschen bisher immer besser gefahren, wenn wir freundlich und bescheiden das getan haben, was wir eigentlich viel lieber tun würden, aber wegen unserer versauten Seele nicht gebacken kriegen.

Ein Leben in Würde und Freude zu führen und die ganze Waffensammlung von Neid, Ehrgeiz etc. einfach da hin zu stecken wo sie herkam, in irgendeinen schwarzen Orkus und den Deckel drauf tun.

Das ist meine Narrenhoffnung – und ich suche Menschen die sich genau diese Hoffnung zu eigen machen und sich derer so sicher werden, dass sie sich nicht auf mich, sondern auf ihr eigenes Selbst berufen können. Wenn es dies irgendwann gibt, dann rennt die Menschheit auch den Klugen und Gerissenen davon. Eben weil man Geld nicht essen kann.

Und wenn ich feiere  und dazu um mich Wachen postieren muss, weil da draußen die Menschen durch meine Gier leiden, dann habe ich als ehrlicher Mensch keinen Grund zu feiern, sondern bin schlicht ein gerissenes, Angst habendes Arschloch, eventuell noch mit der Tarnkappe des Klugen.

Ich glaube das reicht jetzt.

Ihnen eine interessante und herzerwärmende kalte Jahreszeit
Und freundschaftliche Grüße  aus Wuppertal

Jemand, der lieber anonym bleiben möchte, hat geschrieben:

Hallo Herr Kreutzer,

mit diesem Artikel haben Sie es diesmal so dermaßen direkt auf den Punkt gebracht, dass ich ihnen am liebsten einen Heiratsantrag schicken möchte. Leider wird die Umsetzung dazu aus natürlichen Gründen nahezu unmöglich sein. Stattdessen möchte ich mich recht herzlich für die heutige Nummer bedanken, mich hats in der Tat sogar körperlich getroffen, ich musste echt für einen Moment aus der sitzenden Position heraus und direkt an ein Fenster gehen. Dabei grübelte es mich, ob ich es wagen kann, ihren Text auf facebook zu verlinken. Dieser weist jedoch eine womöglich schroffe Gangart auf, sodaß sich der ein oder andere vor die hohle Birne getroffen fühlt. Wir wissen ja, dass die mit weniger bevorteiltem IQ-Potenzial die liebsten Menschen auf Erden sein können. Es könnte sich bei denen jedoch ins krass Umgekehrte wandeln wenn sie es eben nicht schaffen, sich selbst während des Lesens / Erlebens dieses grandiosen Textes zurückzustellen und es als Betrachter so zu nehmen, wie es die Realität nun mal auf diese Art und Weise darstellt.

DANKE!!!

Mit den allerbesten Grüßen

 

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Oktober 25th, 2018 by Egon W. Kreutzer

Die Dummheit 

 

Prolog

Vor einer gefühlten Ewigkeit, als für damalige Verhältnisse preiswerte Fotokopien von schlechter Qualität auf Zinkoxyd Papier erstellt wurden und ich als Organisator unter anderem auch für die Begutachtung und Auswahl alles dessen zuständig war, was an Technik im Bürobetrieb gebraucht wurde, blieb es nicht aus, dass ich bald so ziemlich jede Art von Störung an diesen Lumoprint-Maschinen binnen Minuten diagnostizieren und beheben  konnte.

Weil wir mehr als ein Dutzend dieser Geräte im Einsatz hatten und sich herumgesprochen hatte, dass der Kreutzer das mit ein paar Handgriffen wieder hinbekommt, wandelte sich meine Freude über mein Wissen und Können bald in Ärger über die häufigen Störungen meiner eigentlichen Arbeit.

Ein älterer Kollege nahm mich irgendwann beiseite und erklärte mir, dass ich nicht als Kopiergeräte-Service-Techniker angestellt sei und dass ich nicht glauben solle, mein kollegiales Einspringen, die schnelle  Hilfe, wo immer  so ein Gerät klemmte, sei unter dem Strich gut für das Unternehmen. In 99,5 Prozent aller Fälle gäbe es keinen Grund, nicht das Erscheinen des Technikers abzuwarten – und wo doch, sei es nie ein Problem, die Kopie in der zentralen Kopierstelle an der großen Xerox-Maschine machen zu lassen. Wenn ich diesen lästigen Entstörungs-Job loswerden wolle, dann sei es sinnvoll, in Zukunft ein paarmal eine Stunde lang erfolglos an den Geräten herumzuwursteln, dann würden die Hilferufe bei mir ganz von alleine nachlassen. Als ich entgegnete, das wäre mir fürchterlich peinlich, in einer meiner leichtesten Disziplinen plötzlich zu versagen, meint er:

„Du hast es offenbar immer noch nicht verstanden, aber es ist so: Wo immer du der Dummheit nachgibst, frisst sie dich auf!“

 

Die Dummheit erkennen

Wenn auch das Ausmaß der Dummheit ebenso unendlich zu sein scheint, wie die unterschiedlichen Möglichkeiten der Dummheit, sich zu präsentieren, ist es nicht einfach, Dummheit sicher zu erkennen.

Dummheit ist weniger ein Mangel an Wissen, Kenntnissen und Fähigkeiten, obwohl sich dieser Mangel als Folge der Dummheit häufig einstellt. Dummheit ist auch nicht Folge eines pathologischen physischen oder psychischen Defekts. Dummheit ist in erster Linie die Folge eines Mangels an Neugier und eines Mangels an Willenskraft, oder, anders auf den Punkt gebracht:

Dummheit ist die Krankheit des mit sich selbst Zufriedenen.

Von dieser Definition aus wird auch einsichtig, dass Dummheit eben nicht das Privileg bildungsferner Schichten ist, sondern ebenso da diagnostiziert werden kann, wo Eliten ihren Lebenszweck in Selbstbeweihräucherung gefunden haben, wo Alternativlosigkeit vor anstrengendem Nachdenken schützt und wo Gesetze, Regeln und Hierarchien das Individuum von jeglicher Verantwortung freistellen, die es nicht für sich selbst übernimmt.

Dummheit wird oft mit Faulheit verwechselt, weil beide Eigenschaften so oft gleichzeitig zu beobachten sind. Wo Dummheit die Ursache ist, können die Symptome der Faulheit nicht ausbleiben. Wo jedoch Faulheit eigenständig auftritt, ist Dummheit für den Faulen ein Problem, weil sie sein Faulsein behindert oder gar unmöglich macht.

Dummheit ist daher am ehesten an jener Art von Stillstand zu erkennen, die mit der Inkaufnahme von materiellen Wohlstandsverlusten einhergeht, weil jegliche Beschäftigung mit Neuem verweigert wird. Dies darf nicht mit dem Festhalten an Bewährtem verwechselt werden, solange diese „Prinzipientreue“ in bewusster Abwägung erfolgt und den Ergebnissen der „fortschrittlichen Experimente“ überlegen ist.

Individuen, die am unteren Ende der Bedürfnispyramide verharren, also außer Fressen, Saufen, Sex und egomanischer Selbstdarstellung keine Interessen zeigen, obwohl die verfügbaren Ressourcen ausreichen würden, auch höhere Bedürfnisse zu befriedigen, bilden den Bodensatz der Dummheit, gleichgültig wie viele Nullen vor dem Komma ihr Bankkonto zieren.

Individuen, die in Wirtschaft oder Behörden Funktionen innehaben und diese nach vorgegebenen Regeln überwiegend selbstständig erfüllen (bzw. exekutieren), ohne ihre Funktion oder die vorgegebenen Regeln je zu hinterfragen, und deren einziges berufliches Interesse darin besteht, durch eine Beförderung mehr materielle Mittel für die Befriedigung der Grundbedürfnisse (Fressen, Saufen, Sex und Selbstdarstellung) an sich zu bringen, bilden das starre, selbst durch Kriege kaum zu zerstörende Gerüst, das Staat und Wirtschaft über alle Wirren und Stürme hinweg aufrecht erhält.

Diese Individuen, die in jeder Gesellschaft die Mehrheit bilden, sind treue, brave Bürger, deren Dummheit für Staat und Wirtschaft absolut unverzichtbar ist, weil es nur diese Dummheit ist, die es ermöglicht, große Ziele beharrlich zu verfolgen und Entscheidungen von erheblicher Bedeutung zuverlässig umzusetzen, selbst wenn sie sich gegen die originären Interessen des Volkes richten. Zugleich verhindert diese Dummheit, die durchaus mit dem physikalischen Phänomen der Trägheit der Masse gleichgesetzt werden kann, jede zu schnelle oder zu radikale Richtungsänderung, es sei denn, man ersetzt den Großteil dieser Funktionsträger. Ein Prozess, der weltweit als „Säuberung“ bezeichnet wird und umso besser wirkt, je gründlicher gesäubert wird.

Selbst wenn nach der Säuberung erst einmal nichts mehr funktioniert, stört das weit weniger als würde alles nach den alten Regeln weiter funktionieren und damit den Erfolg der Revolution schon im Ansatz ersticken.

Damit sind die Lebensräume der Dummheit auf dieser Welt vollständig beschrieben. Wo sonst etwas herkommt, was sich bei objektiver Würdigung als negative Veränderung für die Gesellschaft erweist, handelt es sich nicht um Dummheit, sondern um böse Absicht, denn Dummheit verändert nicht, Dummheit beharrt.

 

Die andere Seite

Der Dummheit gegenüber stehen Gerissenheit, Klugheit und Weisheit in wechselnden Gewichtsanteilen, je nachdem, wie lange die letzte große Katastrophe zurückliegt. Der Unterschied zwischen Gerissenheit und Klugheit liegt dabei in erster Linie darin, dass die Gerissenheit zur egoistischen Bereicherung bevorzugt illegale Methoden nutzt, während die Klugheit den gleichen Effekt auch mit fast vollständig legalen Methoden zu erreichen vermag, bzw. dadurch, dass es ihr gelingt, die Regelwerke zu ihren Gunsten zu verändern. Nur die Weisheit ist frei vom Streben nach egoistischer Bereicherung. Ihr Ziel ist der Erhalt der Gemeinschaft in innerem Frieden bei gerechter Teilhabe aller.

 

Selbsterkenntnis I

Selbsterkenntnis ist oft schmerzhaft.

Sind Sie noch neugierig? Haben Sie noch den Willen, etwas zu verändern?

Dann können Sie sich nicht mehr auf dem sanften Ruhekissen der Dummheit ausruhen, dann müssen Sie sich entscheiden, ob Sie eher zu den Klugen oder zu den Gerissenen gehören, denn wirkliche Weise sind auf dieser Welt seltener als Meteoritengestein und ebenfalls kaum frei von Verunreinigungen.

Gegenbeweis?

Nennen Sie spontan zehn Menschen, die im Laufe der letzten zehn Jahrtausende lebten oder heute leben, die ohne Einschränkung als Weise gelten können.

Na also.

Am besten, wir nehmen alle miteinander an, wir seien klug, mit unverkennbarer Tendenz zur Weisheit. Das erhebt uns nämlich moralisch weit über die Gerissenen und macht es uns leichter, diese Konkurrenten bei ihrem Streben nach egoistischer Bereicherung zu behindern. Umso mehr bleibt für uns, die Klugen, übrig.

 

Selbsterkenntnis II

Wir Klugen, mit unverkennbarer Tendenz zur Weisheit, bereichern uns auf Kosten jener dummen Individuen, die in Wirtschaft oder Staat ihre Funktionen treu und brav erfüllen, ohne ihr Wirken und die Regeln je zu hinterfragen.

Hätten wir nicht jene unverkennbare Tendenz zur Weisheit, wir könnten glatt argumentieren: Die sind doch selbst schuld.

Da wir aber der Weisheit nahe sind, erkennen wir das Wirken der Gerissenen, die sich auf Kosten jener dummen Individuen bereichern, die in Wirtschaft und Staat ihre Funktionen treu erfüllen und ernennen uns zu deren Anwälten, klagen die Gerissenen an, bestrafen ihr betrügerisches Handeln und lassen uns zum Dank von den Dummen beim nächsten Mal mit großer Mehrheit wiederwählen.

 

Selbsterkenntnis III

Waren Sie bisher nicht neugierig? Sahen Sie bisher keinen Anlass, etwas zu verändern? War alles gut, so wie es war, solange sie treulich ihre Pflicht erfüllt und dafür Lohn und Dank erhalten haben?

Beginnen Sie nun aber die Frage zu stellen, warum alles immer schneller immer komplizierter und dabei teurer und schlechter wird, wo Sie doch weiterhin treu und brav Ihre Pflicht tun?

Dann dürfen Sie jetzt erkennen, dass Ihr Dasein in zufriedener Dummheit droht, zu Ende zu gehen, dass Sie ganz alleine vor der Ruine Ihrer bisherigen Existenz stehen und sich entscheiden müssen, ob Sie fortan zu den Klugen oder zu den Gerissenen gehören wollen.

Natürlich wollen Sie erst einmal zu den Weisen gehören, doch sind Sie einfach noch nicht reif dafür, Weisheit von Dummheit zu unterscheiden, so dass Sie sehr schnell beschließen, nicht mehr so dumm zu sein, weise sein zu wollen, sondern dass Sie endlich auch Ihr Stück vom Kuchen haben wollen. Natürlich nicht in der Absicht, sich zu bereichern, nur in der Absicht, der gerechten Teilhabe.

Da Sie klug sind, nehmen Sie für die Gerechtigkeit Maß am Wohlstand der anderen Klugen und der Gerissenen und wollen mindestens das erreichen, was diese auch erreicht haben.

Sollten Sie wider Erwarten gerissen sein, werden Sie zu dem Schluss gelangen, dass es Ihnen durchaus gelingen könnte, sich ein Stück vom Kuchen abzuschneiden, das größer ist als das sehr große Stück des Klügsten der Klugen.

Willkommen im Klub!

Sollten Sie weder klug noch gerissen sein, werden Sie nach einem kurzen erstaunten Blick in die Runde zu der Überzeugung gelangen, dass Sie eigentlich gar nicht wissen wollen, was die da oben so treiben, und dass Sie auch zufrieden sind, wenn alles so bleibt, wie es ist und Sie sich nicht anstrengen müssen, um etwas zu verändern – es könnte schließlich alles noch viel schlimmer sein.

 

Wo immer du der Dummheit nachgibst, frisst sie dich auf!

Wieso? Das ist doch vollkommen unmöglich? Es ist doch umgekehrt! Die Klugen und  die Gerissenen beuten die Dummheit aus. Das haben wir doch soeben in aller Klarheit erfahren.

Bitte nochmal fast ganz nach vorne blättern. Da steht nämlich geschrieben:

Dummheit ist die Krankheit des mit sich selbst Zufriedenen.

Von dieser Definition aus wird einsichtig, dass Dummheit eben nicht das Privileg bildungsferner Schichten ist, sondern ebenso da diagnostiziert werden kann, wo Eliten ihren Lebenszweck in Selbstbeweihräucherung gefunden haben, wo Alternativlosigkeit vor anstrengendem Nachdenken schützt und wo Gesetze, Regeln und Hierarchien das Individuum von jeglicher Verantwortung frei stellen, die es nicht für sich selbst übernimmt.

Dummheit wird oft mit Faulheit verwechselt, weil beide Eigenschaften so oft gleichzeitig zu beobachten sind. Wo Dummheit die Ursache ist, können die Symptome der Faulheit nicht ausbleiben.

 

Die Dummheit begegnet uns doch nicht nur da, wo sie vermeintlich sofort zu erkennen ist. Die Dummheit begegnet uns oft auf Augenhöhe und nicht selten in höherrangigen Positionen. Überall da, wo es auf nichts als auf das reibungslose Funktionieren ankommt, besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, auf jene maßlos selbstzufriedene und stinkfaule Dummheit zu treffen, die sofort die ganze Hand ergreift, wenn man ihr auch nur den kleinen Finger reicht.

Weil es der Dummheit, auch in der höchsten Position, letztlich immer nur auf Fressen, Saufen, Sex und Selbstdarstellung ankommt, und weil die Dummheit auf Selbstzufriedenheit beruht, wird sie niemals eigene Defizite erkennen sondern immer den Dritten suchen, dem sie dafür die Verantwortung zuweisen kann, was in der Regel so weit geht, dass dieser Dritte tatsächlich glaubt, für die Defizite des Dummen, von dem er sich ausbeuten lässt, verantwortlich zu sein.

Dies beginnt scheinbar harmlos in der Paarbeziehung, wo es schnell selbstverständlich wird, dass einer der beiden den Großteil der Verpflichtungen des anderen übernimmt – erst im Irrtum gefangen, die Liebe würde dazu verpflichten, dann aus nicht mehr hinterfragter Gewohnheit, schließlich vom anderen als dessen Gewohnheitsrecht unnachgiebig eingefordert.

Es setzt sich fort in jeder Form von Zusammenarbeit, ob zwischen Kollegen, zwischen Chef und Mitarbeiter, wobei durchaus nicht nur der Chef, sondern auch der Mitarbeiter der profitierende Dumme sein kann, und es endet schließlich da, wo es überhaupt nicht mehr nachvollziehbar erscheint,  nämlich in der Politik zwischen ganzen Parteien.

 

Das überzeugendste Beispiel, aber bei weitem nicht das einzige, bietet das Schicksal der GroKo aus Union und SPD und Grünen.

Nun, werden Sie sagen, die Grünen sind doch gar nicht in der GroKo vertreten. Da haben Sie Recht. Offiziell nicht. Aber die Grünen sind von den drei angesprochenen Gruppen die einzige, die neben einem Rest von Neugier noch einen ziemlich starken Gestaltungswillen aufbringt.

Die  deutlich größere, selbstzufriedene SPD, deren Job es eigentlich wäre, eigene Vorstellungen zu entwickeln, hat die Grünen für sich arbeiten und Konzepte entwickeln lassen, die von der SPD anschließend in rotes Papier gewickelt wurden, was den Genossen über lange Zeit  recht gut getan hat.

Die noch größere und noch selbstzufriedenere Union, die Meisterin der Selbstbeweihräucherung und Alternativlosigkeit, hat sich schließlich die SPD eingefangen und dort alles abgesaugt, was noch an grüner Kraft und grünem Leben drin steckte und sie mit Stumpf und Stiel aufgefressen, bis nur noch Nahles, Scholz und Klingbeil wie abgenagte Knochen auf dem Teller liegen blieben.

Inzwischen hat diese Union die ausgesaugte Hülle der SPD schon fallen lassen und sich voll den Grünen zugewandt, die mit der nun wieder aufscheinenden Aussicht, wieder im Bund mitregieren zu dürfen, vor neuer Willensstärke nur so strotzen und damit die auch ihnen verlustig gegangene Neugier und Originalität noch ganz prima kompensieren können.

 

Erkennen Sie das Muster wieder, das ich vorher schon abstrakt geschildert habe? CDU und CSU als jenes Gerüst aus treuen und braven Bürgern, die in jeder Gesellschaft die Mehrheit bilden und deren unbeirrbares Beharren in starren Strukturen und Regeln für Staat und Wirtschaft absolut unverzichtbar ist, weil es nur diese Form von Dummheit ist, die es ermöglicht, große Ziele beharrlich zu verfolgen und Entscheidungen von erheblicher Bedeutung zuverlässig umzusetzen, selbst wenn sie sich gegen die originären Interessen des Volkes richten? In Hessen ist der Umbau dieses Stützgerüstes auf grüne Elemente über lange Jahre schon so weit fortgeschritten, dass tatsächlich Tarek al Wazir die Amtsgeschäfte ohne größeres Knirschen im Gebälk von Volker Bouffier übernehmen könnte.

In Bayern sieht das ganz anders aus. Dort werden jetzt die Freien Wähler das Schicksal der SPD im Bund erleiden und von der CSU aufgefressen werden, weil sie glauben, Söder zwangsläufig nachgeben zu müssen.

Dies ist der Irrtum der Klugen und der Irrtum der Gerissenen. Söder würde sich viel schwerer tun, müsste er die große grüne Kröte schlucken, um weiter zu regieren – und Söder wird derzeit niemals den Mut aufbringen, mit der AfD zu koalieren: Also könnte Aiwanger im Prinzip den Koalitionsvertrag von der ersten bis zur letzten Seite diktieren, der CSU nicht nachgeben und damit der Gefahr, aufgefressen zu werden, entgehen. Doch Aiwanger glaubt irrtümlich, die Stimmen der Freien Wähler dürften nicht überproportional die Politik des Freistaates bestimmen – und gibt nach.

Es tritt hier jene gedankliche Komplikation auf, begreifen zu können, dass die führenden Köpfe einer Partei, die sich im Zustand der Dummheit befindet, durchaus zu den Klugen oder zu den Gerissenen gehören können, aber in der Regel an der Haltung ihrer Partei gar nichts ändern wollen, bzw. nichts oder nur viel zu wenig ändern können, um ihr neues Leben einzuhauchen.

Das wiederum bedeutet – und das ist keine erfreuliche Erkenntnis – dass ein wirklicher Kurswechsel, eine echte „geistig-moralische“ Wende, wie sie Helmut Kohl einst ankündigte, aber nicht zustande brachte, ohne eine rigorose „Säuberung“ nicht möglich sein wird.

„Merkel muss weg!“, hilft da alleine nicht weiter. Selbst wenn Merkel morgen von der Bühne abträte, es würde sich doch nichts ändern.

Die eigene Geschichte lehrt, dass selbst die Entnazifizierung nicht verhindern konnte, dass viele alte Seilschaften das Ende des tausendjährigen Reiches in Wirtschaft, Politik, Justiz und Geheimdiensten überdauerten und ihren Einfluss noch jahrzehntelang geltend machen konnten.

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Oktober 18th, 2018 by Egon W. Kreutzer

Ein Journalist ist ab- und (noch) nicht wieder aufgetaucht.

So tragisch das immer noch vollkommen unklare Schicksal dieses regimekritischen Journalisten auch verlaufen sein mag, die überbordenden Schlagzeilen machen skeptisch. Doch anders als beim ähnlich medial aufgeblasenen Fall Skripal geht es diesmal anscheinend nicht gegen den Präsidenten im Kreml, sondern gegen den Machthaber im Weißen Haus.

 

Die Gerüchteküche brodelt. Internationale Wogen der Empörung schlagen über den saudischen Ölförderanlagen zusammen. Es ist eine Mega-Sau, die da durchs Dorf getrieben wird – und das ohne klar erkennbaren Grund.

Es ist gar nicht so einfach, noch herauszufinden, wer damit angefangen hat, die Behauptung in die Welt zu setzen, Herr Khashoggi sei im Anwesen der saudischen Botschaft in Istanbul ermordet worden. Es sieht allerdings ganz danach aus, als sei Erdogans Türkei die Mutter aller diesbezüglichen Gerüchte.

Inzwischen ist Khashoggi nicht nur verschwunden, sondern dem Vernehmen nach auch vergiftet, gevierteilt, gefoltert und enthauptet worden, und das von einem 15-köpfigen Team des Kommandos Spezialkräfte des saudischen Königshauses. Eine Audio-Aufnahme soll das Flehen des Botschafters enthalten, die Sache doch bitte „draußen“ zu erledigen und Donald Trump, so berichtet die WELT, übe im Fall des Journalisten Khashoggi kaum Druck auf die Scheichs aus.

Warum sollte er das?

Kann mir irgendwer erklären, warum der Präsident der USA Druck auf die Saudis ausüben sollte, weil ein Journalist vermisst wird?

 

Es gibt nur eine Antwort, die einen Sinn ergibt, und die lautet:

Midterm elections

Am 6. November finden in den USA Wahlen statt. Das Repräsentantenhaus wird vollständig neu besetzt, ein Drittel der Senatoren und 39 Gouverneure werden neu bestimmt.

Stimmung gegen Trump anzufeuern, so kurz vor diesen wichtigen Wahlen, ist eine Gelegenheit, die sich die in die Opposition verbannten Globalisten der Hillary-Fraktion nicht entgehen lassen. Ihr Kampf geht weiter, unerbittlich. Und auch wenn es vollkommener außenpolitischer Unfug ist, auf den sich Hillary Clinton selbst niemals einließe, ist es doch die billigste Masche, die Forderung an Trump zu richten und genüsslich zuzusehen, unter welchen Glaubwürdigkeitsverlusten er versucht, sich aus der Falle  herauszuwinden. Es genügen ja wenige Prozentpunkte, um das Wahlergebnis gegen Trump kippen zu lassen – und irgendetwas bleibt immer hängen.

Kein Wunder, dass die Transatlantikerpresse hierzulande den Plot begierig aufnimmt und Trump vorwirft, in Menschenrechtsfragen zu schweigen, aber an Privatgeschäften mit Riad gut zu verdienen. Zum Beweis wird dann ein vollkommen legales Immobiliengeschäft von vor 17 Jahren vorgetragen, als die Saudis sich ein komplettes Stockwerk im Trump World Tower in New York kauften. Welch ein Verbrechen Trumps!

Die tatsächlichen Interessen der USA, die Trump zu vertreten hat, werden zwar auch erwähnt, aber so hingestellt, als ginge es sowohl bei den Rüstungsexporten der USA an Saudi Arabien als auch bei der Kooperation gegen den gemeinsamen Feind Iran um nichts als die persönlichen Interessen des amtierenden Präsidenten.

Soweit eine komprimierte Darstellung dieses t-online-Artikels.

Noch haarsträubender liest sich die Welt, die aus dem Khashoggi-Verschwinden glatt eine Offenbarung zusammenschreibt, die da lautet:

„Trump hat sein Land und die Welt mit seiner Politik
in eine fatale Abhängigkeit von den Scheichs geführt“.

Das ist heftig – aber nicht wahr. Auch das Kramen der WELT in den Statistiken über die Ölforderung bringt den gewünschten Beweis der Abhängigkeit der USA von den Saudis nur mit Hilfe der Behauptung, die Ölförderung der USA reiche nicht aus, den eigenen Bedarf zu decken. Dabei berichtete die Wirtschaftswoche schon im August 2014 von ersten Öl-Exporten der USA und alle Beobachter sind sich einig, dass die USA, sollten sie es nicht bereits sein, kurz davor stehen, endgültig zum Netto-Öl-Exporteuer aufzusteigen.

Da gibt es also definitiv nichts, was auch nur in die Nähe einer Abhängigkeit kommt.

Doch die WELT legt nach. Die Petro-Dollars! Ein Rekordstand von 170 Mrd. US-Dollars läge in Form von US-Staatsanleihen in den Safes der Saudis. Was, wenn die Saudis die abstoßen?

Nun, vermutlich würden die Chinesen, die weit über eine Billion Dollar in Form von US-Staatsanleihen halten, dafür sorgen, dass der Kurs nicht ins Bodenlose fällt, schon zum Selbstschutz.

Außerdem sind die Petro-Dollars keine Erfindung von Donald Trump sondern im Prinzip das Geschäftsmodell der USA seit der Erschließung der ersten Ölquellen im Nahen Osten:

Öl wird nur gegen Dollar gehandelt. Wer Öl kaufen will, muss erst Dollar erwerben, also in Richtung USA (günstig!) exportieren. Die Scheichs können dann in den USA mit den eingenommenen US-Dollar (teuer!) einkaufen und was dann noch übrig bleibt in US-Staatsanleihen anlegen, was die Staatsfinanzierung der USA dauerhaft mehr als nur sichert.

Außerdem sind die hier angegebenen 170 Milliarden nicht unbedingt ein Höchststand. Am 20. April 2016 berichtete der Focus unter Berufung auf einen Artikel der New York Times, die Saudis hätten dem damaligen Präsidenten Obama angedroht, US Staatsanleihen im Wert von 750 Milliarden Dollar zu verkaufen, sollte ein Gesetz verabschiedet werden, das es ermöglicht, „Sponsoren“ des internationalen Terrorismus vor amerikanischen Gerichten anzuklagen.

Wer 750 Mrd. Staatsanleihen verkaufen will, muss die erst mal haben, oder sollten die Saudis mit Leerverkäufen (lach!) gedroht haben?

Das an Khashoggi aufgehängte Abhängigkeitsgeschreibsel der Welt.

 

Doch zurück zur Eingangsfrage:

Wer hat den Skandal zum Skandal gemacht und warum?

Wenn es, wie es aussieht, Erdogan war, der dafür sorgte, dass das Verschwinden eines Journalisten den Weg in die Medien der ganzen Welt gefunden hat und dass die Meldungen dort seit Tagen immer alarmistischer werden, dann muss davon ausgegangen werden, dass Erdogans Schwanken zwischen USA/NATO einerseits und Russland andererseits als ein Indikator für seine Einschätzung der jeweiligen Stärke des Tiefen Staates in den USA angesehen werden muss.

Geht man davon aus, dass Erdogan zwar nicht das Ergebnis des Machtkampfes kennen kann, wohl aber in der Lage ist, den Trend zu erkennen, dann hat er sich mit dieser Aktion Trump ganz bewusst noch einmal verstärkt zum Feind gemacht, in der Gewissheit, dass die Anti-Trump-Medien den Ball aufnehmen werden, und in der Annahme, dass Trump nicht mehr lange genug im Amt bleiben wird, um sich noch wirksam revanchieren zu können. Ganz klar ein Indiz dafür, dass Erdogans Priorität darin liegt, die Vor-Trump-Verhältnisse wieder herzustellen und sein Flirt mit Putin daneben nur die zweite Wahl darstellt.

Sollte die Aktion jedoch schiefgehen, könnte er immer noch in Richtung Moskau signalisieren, er habe nun mit den Saudis immerhin den Feind des Irans in Schwierigkeiten gebracht und sich damit auch für die Lieferung des S-400 Luftabwehrsystems deutlich erkenntlich gezeigt.

 

P.S.: … und dann war da ja vor einem halben Jahr auch noch der russische Journalist Arkadi Babtschenko, dessen Ermordung von der ukrainischen Polizei gemeldet worden war, bevor er quicklebendig wieder auftauchte …

Wer weiß, ob Kharshoggi nicht auch wieder auftaucht?

 

 

 

 

 

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Oktober 11th, 2018 by Egon W. Kreutzer

Es gehört zu den auffälligsten Erscheinungen unserer Zeit, dass die Diskussionen um alle wichtigen Themen inzwischen  zu asymmetrischen Auseinandersetzungen geworden sind, in denen – wie im finsteren Mittelalter – die Welt des forschenden Erkennens von der Welt des gläubigen Enthusiasmus in blutrünstiger Vernichtungsabsicht überrollt wird.

 

Nehmen wir Sahra Wagenknecht als Beispiel.

Nach meinem Eindruck als Außenstehender hat sie, wie kaum eine andere Person innerhalb der Partei „die LINKE“, die Grundlagen kommunistisch-sozialistischer Ideologie studiert und bis auf den innersten Kern durchdrungen und ist bereit, engagiert für eine Welt zu kämpfen, die diesem Ideal nahekommt.

Dennoch erkennt sie die Grenzlinie zwischen visionären Idealen und den Gegebenheiten der Realität so klar, dass sie diese Linie gar nicht als für sie relevante „Kampfzone“ wahrnimmt, weil sie weiß, dass es vollkommen sinnlos ist, gegen Fakten und Logik  anzudiskutieren. Damit allerdings zerstört sie den Unfehlbarkeitsanspruch der gesamten Linksheit und macht sich damit zur Ketzerin, die auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden muss.

Dass dem so ist, dass viel zu viele in dem kindischen Glauben leben, das Platzen ihrer Traumschlösser und Trugbilder sei nicht die Folge ihrer eigenen Realitätsverweigerung, sondern der Erfolg feindseliger Saboteure, die es mit aller Härte zu bekämpfen gilt,  macht die ganze Erbärmlichkeit  der Spezies Mensch auf wahrhaft beschämende Weise sichtbar.

Ein paar geschickt hingeworfene Phrasen, am besten als Konstrukt aus Panikmache und Heilsversprechen gezimmert,  genügen vollauf, um eine friedliche Menge von Menschen in die Furie „Masse“ zu verwandeln, die erst wenn sie vollständig erschöpft und kraftlos selbst am Boden liegt, aufhören wird, alles „Fremde“ niederzumetzeln. Wobei das niederzumetzelnde „Fremde“ vielerlei Erscheinungsformen hat. Herr Maaßen war Frau Merkel fremd, die NAFRIS sind den Nazis fremd, die AfD der Antifa, der weiße Mann der gegenderten Frau, die Diesel der Deutschen Umwelthilfe, der Euro Italienern und Griechen, usw., usw.

Fremdenhass existiert überall. Der Mensch, der nicht „sein Fremdes“ hat, das er tunlichst weit von sich fernhalten will, den gibt es nicht – von Einsiedlern abgesehen, die den anderen Weg gehen und sich selbst fernhalten.

Fremdenhass zu wecken, zu schüren und zu instrumentalisieren, ist nach wie vor leicht, für jeden, der es darauf anlegt. Daran hat sich, seit Gustave Le Bon sein Standardwerk „Psychologie der Massen“ verfasste, nichts geändert,

  • außer der Tatsache, dass es nicht mehr die großen Säle, die Balkone über den Marktplätzen, die Tribüne im Sportpalast oder brennende Barrikaden braucht, um aus ganz normalen, vernunftbegabten Menschen „im Nu“ das Meta-Wesen „Masse“ zu schmieden.
    Aus dem einst notwendigen, großen Event, dem alle beiwohnten, um vermasst zu werden, ist der Kokon der allgegenwärtigen, alles durchdringenden Medien geworden, die, wie die Kraftlinien eines Magneten, ihre Anhänger an entgegengesetzten Polen versammeln und sie, erst einmal dort angekommen, nicht mehr loslassen.
  • Und außer der Tatsache, dass die Massen selbst die Straße nicht mehr brauchen, um wie bei der Stierhatz von Pamplona alles wegzufegen, was sich in den Weg stellt, obwohl das auch noch vorkommt, sondern weit im Vorfeld physicher Auseinandersetzungen über subtile Disziplinierungsstrategien und Drohkulissen bereits so viel Macht ausüben, dass  das Gewaltmonopol des Staates dagegen alt aussieht.

Ein schönes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit bilden die Vorgänge im Hambacher Forst. Versuchen Sie bitte, das was da geschehen ist, neutral und unvoreingenommen zu betrachten. Dann kommen Sie entweder zu dem Schluss,

  • die Politik habe versagt, als sie den Braunkohleabbau genehmigte,
  • oder die Politik habe versagt, als es ihr nicht gelang, ihre einmal getroffene, rechtskräftige Entscheidung durchzusetzen.

Doch ein bisschen unwohl sollte Ihnen bei dieser „Entweder-oder-Entscheidung“ schon geworden sein.

Die Auseinandersetzung zwischen den gewählten Vertretern des Rechtsstaats, die ihre Entscheidung nicht hinterfragen lassen wollten und den nicht gewählten und unbefugten Waldbesetzern ging ja nicht zu Ende, weil eine Seite mit ihren Argumenten überzeugt hätte, sie ging auch nicht zu Ende, weil beide Seiten sich auf einen Kompromiss geeinigt hätten, sie ging für den Augenblick zu Ende, weil ein Gericht darauf erkannte, das Habitat der   Bechsteinfledermaus sei in diesem Streit das höchste Rechtsgut. Basta!

Wer Lust hat, zu bezweifeln, dass es sich bei diesem Spruch des Oberverwaltungsgerichts Münster um einen eilends eingefädelten Deal handelte, um die drohende Eskalation der Gewalt im Wald zu verhindern, den will ich bei seinem Glauben lassen. Ich selbst bin überzeugt, dass hier von ziemlich weit oben die Notbremse gesucht und in der Klage des B.U.N.D. gefunden wurde, was zur Vollbremsung vor der Fledermaushöhle führte.

Egal, wie das weitergehen wird, ob auf Gleis 1 der Kohlegipfel irgendwann zu dem Schluss kommen wird, dass es die Braunkohle unter dem Hambacher Waldrest doch noch braucht, um die Energiewende ohne Mega-Blackout zu schaffen, oder ob auf Gleis 2 das OVG in der Hauptsacheverhandlung zu dem Schluss kommt, der Beweis für die Existenz der Bechsteinfledermaus habe von den Klägern nicht erbracht werden können: Die Züge rasen weiter aufeinander zu. Um die Kollission zu vermeiden, müsste entweder die Landesregierung die Erlaubnis zur Kohleförderung widerrufen und RWE einige Milliarden Euro als Entschädigung zahlen, oder jene aufgehetzte Masse, deren Speerspitzen im Hambacher Forst – aber nicht nur dort – sichtbar sind, müsste unter die kalte Dusche gezerrt, in wieder denkfähige und vernunftbegabte Einzelindividuen aufgelöst und damit zur Besinnung gebracht werden.

 

Bitte machen Sie sich klar, dass der Zustand, den wir da erleben, nicht normal ist.

Die gerne auch von den Qualitätsmedien als „Aktivisten“ bezeichneten „Waldschützer“ benehmen sich doch wie durchgegangene Gäule, oder wie Kleinkinder, die sich an der Supermarktkasse brüllend auf dem Boden wälzen.

Vermutlich haben die meisten davon auch erlebt und fürs Leben verinnerlicht, dass die Eltern, also die Großen überhaupt, gegen einen quengelnden Knirps keine andere Chance haben, als ihm seinen Willen zu lassen. Dass man nur immer lauter brüllen, immer unkontrollierter um sich schlagen muss, um als zuletzt Lachender im Triumph mit dem gewünschten Unterhaltungsei abziehen zu können.

Der mit einer Ohrfeige verbundene, schmerzhafte Schock, mit dem es erfahrenen Notfalleinsatzkräften immer noch gelingt, psychische Ausnahmezustände, von der Panikstarre bis zum Weinkrampf zu durchbrechen und die Betroffenen in die Wirklichkeit zurückzuholen, ist ja von der Liste zulässiger Erziehungsmittel gestrichen worden. Die Spätwirkung findet sich heute auf den Bäumen im Hambacher Forst.

 

Bitte machen Sie sich klar, dass jegliche Rechtfertigung für den Zustand, den wir da erleben, den Abschied von den Prinzipien der Demokratie darstellt, zumindest aber  die Behauptung stützt, die real existierende Demokratie in diesem unseren Lande funktioniere nicht.

In diesem Paukenschlag geht es nur um den Einfluss der Ideologie.

Die Frage, ob Demokratie funktioniert – und, falls ja, wie  und für wen, habe ich umfassender in diesem Buch behandelt.

Demokratie – Fiktion der Volksherrschaft

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Zudem meine ich die Frage stellen zu dürfen, ob denn Anarchie und Faustrecht tatsächlich die bestmögliche Alternative zu einer mängelbehafteten Demokratie darstellen.

Und damit komme ich zurück zu Sahra Wagenknecht, die sich zwar nicht an der Frage abgearbeitet hat, ob unter Hintanstellung aller anderen Interessen und Notwendigkeiten zuerst die Schutzbedürftigkeit jedes einzelnen Baumes durchgesetzt werden müsse, wohl aber an der durchaus ähnlichen Frage, ob unter Hintanstellung aller anderern Interessen und Notwendigkeiten dem Wunsch aller 7,5 Milliarden Menschen, sich in Deutschland niederzulassen, nachgekommen werden müsse.

Frau Wagenknecht hat diese Frage für sich mit einem klaren Nein beantwortet, weil es für jeden, der nicht von der hierzulande grassierenden Massenpsychose befallen ist, klar ist, dass eine unbegrenzte Zuwanderung nach Deutschland schlicht nicht möglich ist.

Bitte machen Sie sich klar, dass jenes: „Wir schaffen das!“, kein zufällig dahingesprochener Satz war, sondern der psychologisch durchgestylte Startschuss für die Errichtung eines von der Vernunft nicht mehr erreichbaren Glaubensgebäudes war, sozusagen die Einleitung jener Massenhypnose, aus der wir erst wieder aufwachen sollen, wenn in Marrakesch die Vereinbarung über die grenzenlose Zuwanderung und die Verpflichtung, jeden Migranten wie einen schon länger hier Lebenden mit allen Wohltaten der Sozialsysteme zu überschütten, unterschrieben sein wird. Das soll übrigens noch im Dezember 2018 geschehen.

Zugestimmt hat die Bundesregierung diesem „Global Compact for Migration“ bereits im Mai, unser Bundesmaas aller Dinge hat dazu in New York in der UN-Vollversammlung mit dem Kopf genickt.

(Hat nichts, aber auch gar nichts mehr mit Asyl, Flucht oder Schutzbedürfnis zu tun. Jeder, der kommen will, soll hereingelassen werden)

Bitte machen Sie sich an dieser Stelle klar, dass die Bundesregierung sich hier nicht anders, sondern ganz genau so verhält wie die Baumbesetzer im Hambacher Forst oder die Krawall-Antifanten beim G20-Gipfel in Hamburg auch.

Es wird mit der Unbelehrbarkeit eines rotzfrechen Dreijährigen alles durchgesetzt, was man sich in den Kopf gesetzt hat – bzw. hat setzen lassen, und der Souverän hat nicht die geringste Chance, etwas dagegen zu tun, weil ihm beim geringsten Widerspruch von den umstehenden Demokratieexperten sofort vorgehalten wird, ein ganz schlimmer Nazi zu sein, so wie der alleinerziehenden Mutter an der Supermarktkasse, der – „endlich!“ –  die Hand ausgerutscht ist, von den umstehenden Erziehungsexperten vorgehalten wird, sie mache sich der Kindesmisshandlung schuldig.

Bitte machen Sie sich in diesem Zusammenhang auch klar, dass jegliche Rechtfertigung für den Zustand, den wir da erleben, zugleich die Anerkennung der Abschaffung der Demokratie bedeutet.

Machen Sie sich bewusst, dass das Mitschwimmen im Strom der vorherrschenden Meinung  zumeist nur die ideologisch begründete Duldung oder Billigung von Missständen ist, die ohne die Brille ideologischer Verblendung nie und nimmer in Kauf genommen würden.

Wir leben, heißt es so schön, in einem freien Land.

Jeder darf für alles sein, sich für alles einsetzen, auch dafür, dass die ESA eine Expedition zur Rückseite des Mondes unternimmt um den dort festsitzenden, menschengemachten Frischkäse abzubauen.

Wer seine Freiheiten so weit in den Bereich des Irrationalen überdehnt, muss sich dann aber auch gefallen lassen, dass man derartige Vorstellungen, Zielsetzungen und Projekte so lange für unvernünftig hält, wie sie ohne Bezug zur Realität und im Widerspruch zu Logik und Vernunft stehen.

Und sollte die Gefahr bestehen, dass bei diesen Experimenten unbeteiligte Dritte zu Schaden kommen, könnte lebenslange Sicherheitsverwahrung eine angemessene Maßnahme sein.

 

Ach so, ich kenne die neueste Menschenrechtsverordnung noch nicht?

Lassen Sie hören!

 

 

In Ergänzung der bestehenden Antidiskriminierungsvorschriften
wird final und unabänderlich für alle Zeiten festgeschrieben:

 

Die Verpflichtung der Klügeren,
stets nachzugeben,
kennt keine Untergrenze.

Schon gar nicht in Deutschland.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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