Category: Deutschland – Bundespolitik

November 16th, 2018 by Egon W. Kreutzer
Montage: Erdogan wird als BK vereidigt

Norbert Lammert nimmt Erdogan den Amtseid ab.

Ob eventuell sogar Erdogan Bundeskanzler werden könnte?

Diese Frage ist nicht aus der Luft gegriffen.

Sie beruht auf der für mich erst seit heute bestehenden Erkenntnis, dass auch ein Brite Minister der Bundesrepublik Deutschland werden kann. Read more of this article »

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November 12th, 2018 by Egon W. Kreutzer

Das Hinterfotzigste am Migrationspakt ist die Tatsache, dass alles so hingedreht wird, dass Heinz und Marion Mustermann gar nicht mehr begreifen können, was da gespielt wird.

Nachdem nun durchgesickert ist, dass die dem eigenen Volke gegenüber zutiefst verschwiegene Bundesregierung wohl die Hautptriebfeder hinter dem von vielen für irrwitzig gehaltenen Pakt gewesen sei, verweigert Merkels treu ergebene GroKo-Clique jegliche Aussage darüber, was denn auf Betreiben dieser Regierung – und man muss sagen: „ausschließlich auf Betreiben dieser Regierung“, weil es ein vom Souverän ausgehendes „Betreiben Deutschlands“ nämlich zu keinem Zeitpunkt gegeben hat – in diesen Pakt hineinformuliert wurde.

Das geht euch einen Scheißdreck an, denkt man sich in Berlin, und sagt gegenüber dem Tagesspiegel auf dessen Anfrage: „Zahlreiche Elemente, die im deutschen Interesse sind, konnten dabei umgesetzt werden, dafür gab es an anderer Stelle Zugeständnisse.“

Nicht genug damit, dass das im September 2015 mit dem Paukenschlag der absolut illegalen Grenzöffnung so richtig in Fahrt gebrachte „Anreicherungsprogramm“ zu keinem Zeitpunkt wirklich beendet wurde, dass der mit dem Verstopfen der Fluchtrouten durch Ungarn, Österreich und Italien rückläufige „sichtbare“ illegale Zustrom, durch legale, und damit kaum noch „sichtbare“ Maßnahmen der freiwilligen Aufnahme und der Familienzusammenführung kompensiert wird, nun soll mit dem Global Compact for Migration auch noch so getan werden, als sei das seit Jahrhunderten unterdrückte und missachtete Menschenrecht auf Migration durch Angela Merkel endlich wieder zu voller Wirksamkeit gebracht worden, was ihr, obwohl nicht katholisch, schon heute die Heiligsprechung sichert. Selig sind, die reinen Herzens sind!

Nicht genug damit, dass schon die Prämisse, Migration sei ausschließlich und für alle und immer und schon immer nicht nur nützlich, sondern schiere Ausgeburt des alleinig Guten, sämtlichen  im Laufe der Menschheitsgeschichte gesammelten Erfahrungen widerspricht, solange man sich auf vergleichbare Beispiele bezieht, diese Migration soll auch von Anfang an so angelegt sein, dass die Einwohner des Ziellandes neben ihren bereits bestehenden Lasten nun auch noch die Last des Unterhalts der Migranten zu tragen haben, denen gewissermaßen ab Überschreiten der deutschen Grenze ein sehr großzügiges, lebenslanges bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) zugesichert wird.

Nicht genug damit. Ab Unterschrift und Inkrafttreten wird die gleiche Bundesregierung, die sich weigert anzugeben, welche Teile dieses Irrsinnspaktes von ihrem Verhandlungsführer Heiko Maas diktiert wurden, sich darauf berufen können, jegliche Kritik an ihrem Handeln, auch rückwirkend, als Kritik am Pakt und als Kritik an der Migration zu erkennen und dies ganz unverbindlich auf jede erdenkliche Art poliltisch verpflichtend zu unterbinden und zu sanktionieren.

Das Motiv für den Irrsinn ist schwer zu ergründen.

Fragt man lehrbuchmäßig: „Wem nutzt es?“, findet man nämlich in der Nähe der Laterne keine überzeugende Antwort.

Die Wirtschaft überwindet den Fachkräftemangel?

Massenzuwanderung in Sozialsysteme, Wohnungs- und Arbeitsmarkt vor dem Hintergrund strikter staatlicher Sparpolitik nützt der Wirtschaft nicht. Für die Finanzierung  ist nämlich kein zusätzliches Geld verfügbar – und sollte es geschaffen werden, steigen die Kosten, was sich negativ auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit auswirkt.

Die Regierungsparteien erhalten Zuspruch ob ihrer humanitären Politik?

Massenzuwanderung in Sozialsysteme, Wohnungs- und Arbeitsmarkt vor dem Hintergrund strikter staatlicher Sparpolitik nützt auch den Regierungsparteien nichts. Es werden nur zusätzliche Probleme geschaffen, die nicht mehr gelöst werden können.

Die Hintermänner der frisch aus dem Boden gestampfte Asylindustrie?

Klar, es gibt etwas, das (wie Lord Voldemort) nicht benannt werden darf, nämlich eine florierende Asyl-Industrie und natürlich auch eine florierende Anti-Abschiebungs-Industrie. Nur: Beide Wirtschaftszweige schaffen keinen Mehrwert. Sie belasten nur die Kassen des Staates – und damit die Bürger, die einheimische Bevölkerung, die letztlich für alles aufzukommen hat. Die Nutznießer dieser Industrien könnten sich nicht durchsetzen, gäbe es nicht viel stärkere Kräfte im Hintergrund, die ihnen diesen Reibach beschert haben.

 

Bleibt im Grunde nur die Möglichkeit, die Nutznießer auf der weltpolitischen Ebene, auf Brzezinskis Chessboard zu suchen.

Wer hat da ein Interesse daran, die deutsche Dominanz in Europa zurückzudrängen und auf diesem Wege den Motor der gesamten EU lahmzulegen? Es überlappen sich hier seit Trump 2016 zum Präsidenten der USA gewählt wurde und er Deutschland/Merkel wegen der Grenzöffnung für verrückt erklärte, zwei Strömungen.

A) Die Globalisten

Die alten, globalistischen, nach einer neuen Weltordnung strebenden Mächte mit erheblichem Interesse, Nationalstaaten aufzulösen und in konkurrierende „Standorte“ (manche sagen heute „Siedlungsgebiete“, das ist aber zu wenig) zur Profitsteigerung und Kapitalvermehrung umzuwandeln, gehören sicherlich zu den Triebkräften des von Merkel begonnen Suizids Deutschlands. Auch Soros ist dabei nur eine Spielfigur, die benötigt wird, um absolut Unverständliches mit dem Verweis auf Soros zu erklären. Die Frage, wo kommen die Handys, wo kommen die Kreditkarten her, ist doch für die meisten schon befriedigend beantwortet, wenn sie hören, da ist ein (verrückter) Superreicher, der bezahlt alles. Warum er das tut und in wessen Auftrag und Interesse? Verschwörungstheorie!

B) Die Nationalisten

Auf der anderen Seite erleben wir eine Renaissance  der  Nationalstaaten, und zwar sowohl bei den Großen, wo es mit China begonnen hat, wo fast zeitgleich Russland dazugekommen ist, wo sich die Briten zu diesem Zweck aus der EU zurückgezogen haben und seit zwei Jahren auch die USA von Trump hingezogen werden, als auch bei den Kleinen, wie Polen und Ungarn, Österreich und Italien, etc.

Das deutsche Problem ist dabei, dass auch die wieder erstarkenden Nationalmächte kein Interesse an einem starken Deutschland haben.

Insofern murkst unsere Regierung doppelt falsch herum. Sie sucht ihr Heil weiter bei den schon untergehenden Globalisten, in der armseligen Hoffnung, wenigstens als „Standort“ geschätzt zu werden, und spielt damit zugleich den neuen Nationalisten in die Hände, denen sie einen möglichen Konkurrenten erspart, weil Deutschland seine Identität und damit seine eigenständige Rolle in der Welt aufgibt, bzw. dem Zufall und dem Wirken fremder Mächte überlässt.

Nun ist Angela Merkel dem Franzosen Macron in einer bestürzenden Weise an den Kragen gegangen, manche interpretieren es auch als „um den Hals gefallen„, dass man fast meinen könnte, sie, die Dahinscheidende, habe ihm, dem Hoffnungsträger, die Verantwortung für Deutschland übertragen.

Es mag ausgesprochen defätistisch klingen, doch vermutlich wäre das immer noch besser als demnächst mit 30% Grün und 20% SPD mit einer GrüRo-GroKo des Grauens ziellos in die Zukunft zu taumeln.

 

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November 11th, 2018 by Egon W. Kreutzer

Frau Barley, amtierende Justizministerin der Bundesrepublik Deutschland, hat ein Problem mit der Gleichberechtigung. Es grämt sie, dass der Anteil der Frauen im Deutschen Bundestag auf etwa 30 Prozent gesunken sei, von daher möchte sie liebend gern das Wahlrecht ändern.

Einer der wichtigsten Grundsätze unseres Rechtsstaates lautet:

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.

Wenn also für alle Menschen in Deutschland gilt, dass sie, sofern sie deutsche Staatsangehörige sind, das Mindestalter für das passive Wahlrecht zum Bundestag erreicht haben und innerhalb der letzten 25 Jahre mindestens einmal drei Monate am Stück  in der Bundesrepublik gelebt haben, sich zur Wahl stellen können, dann ist sichergestellt, dass von allen, die gerne in den Bundestag gewählt werden wollen, niemand bevorzugt oder benachteiligt wird.

Weil in Deutschland eine Kandidatur ohne Parteizugehörigkeit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vollkommen sinnlos ist, und selbst für den Fall, dass ein Direktmandat gewonnen werden sollte, damit keinerlei ernsthafter politischer Einfluss verbunden wäre, haben es die Parteien übernommen, aus ihren Reihen sowohl die Kandidaten für die Direktmandate als auch die Kandidaten für die Parteilisten zu bestimmen.

Das Bestreben der Parteien geht dabei dahin, mit dem Personal-Angebot, das sie den Wählern machen, möglichst viele Stimmen zu gewinnen, um im Bundestag möglichst hohen Einfluss zu gewinnen und wenn möglich mit in die Regierung einziehen zu können.

Die Auswahl, die von den Parteien in Bezug auf die Direktmandate getroffen wird, spiegelt zudem hochgradig die Einschätzung wider, wer wohl die meisten Chancen haben wird, von den Wählern angenommen zu werden, die Auswahl der Listenkandidaten und die vergebenen Listenplätze spiegeln die Einschätzung wider, wer wohl am besten geeignet ist, die Parlamentsarbeit im Sinne und zum Wohle der Partei zu leisten.

Das Risiko, die Parteien könnten sich in Bezug auf Fähigkeit und Eignung ihrer Kandidaten irren, ist nicht auszuschließen, eine Frauenquote würde daran jedoch nichts ändern.

Wer, vernarrt in ein menschenverachtendes Menschenbild, das die totale Gleichheit und Austauschbarkeit von Personen postuliert und von daher keine Unterschiede zwischen Barley und Nahles zu erkennen gewillt ist, das Hubertus Heil und Kevin Kühnert als austauschbar ansieht, wer zwischen Claudia Roth und Robert Habeck, zwischen Angela Merkel und Jens Spahn keine funktionalen Differenzen zu erkennen vermag, wer also der Überzeugung ist:

„Scheißegal, wer auf dem Stuhl im Plenarsaal sitzt, es sind ja sowieso alles nur Klone des Parteivorstandes!“, der kann in seiner geistigen Armut auch nach einer Frauenquote rufen und damit seinem Symmetriebedürfnis frönen.

 

Weil es aber anders ist, weil jeder Mensch ein einzigartiges Wesen mit ganz besonderen Eigenschaften, Fähigkeiten, Zielen, Wünschen, Erfahrungen und Werten ist, ist jeder Versuch einer zwangsweisen „Gleichschaltung“ ein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz, mit dem, nach derzeitigem Stand der Dinge, rund 140 ungeeignetere Kandidatinnen 140 geeigneteren Kandidaten vorgezogen werden müssten.

Damit würden zudem sogar den Wählern die geeigneteren Verteter vorenthalten, so dass sie sich, trotz freier und gleicher Wahl, per Quotenzwang von weniger geeigneten vertreten lassen müssten, ohne daran etwas ändern zu können.

Frau Barley möge sich bitte einmal die Daten über die soziale Zusammensetzung der Mitgliedschaft ihrer eigenen Partei ansehen. Dort bildet sich das gleiche Verhältnis ab, wie derzeit über alle Parteien im Bundestag. Was ist also so schlimm am Verhältnis von 70% Männern und 30 Prozent Frauen in der Politik?

Mit der jetzt angestrebten Frauenquote würde doch die SPD sogar ihre eigene männliche Mitgliedschaft diskriminieren.

 

Es steht der SPD allerdings frei, und vieleicht kommt das ja als Vorschlag aus dem Debattencamp auf die Agenda, selbst ausschließlich weibliche Kandidaten für die Wahl zum Deutschen Bundestag aufzustellen, um so als leuchtendes Vorbild voranzugehen.

Das geht nicht?

Warum nicht?

Weil das die SPD benachteiligen würde, wenn nicht alle anderen Parteien per Gesetz zur gleichen Quote gezwungen würden?

Ach so. Ihr seid so unbeschreiblich klug …

 

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November 11th, 2018 by Egon W. Kreutzer

Da waren Sie sich einig, der in Augsburg ungeliebte Augsburger Brecht und die Enzyklikenschleuder Leo_XIII: Es gibt so etwas, wie ein Naturrecht, und das sei grundsätzlicher und wirksamer als jede Art gesetzten Rechts, so gut gemeint gesetztes Recht auch immer sei, weshalb Widerstand zur Pflicht und Gehorsam zum Verbrechen würde, wo das Unrecht Recht ist.

Nun will ich – bitte stark verwundert dreinschauen – Angela Merkel als Dritte in diesen Bund einführen (Brecht und Leo XIII. sind sich ja auch nie begegnet) und sie als den ersten deutschen Bundeskanzler bezeichnen, der dem Rechtspositivmismus und damit dem Grundgesetz und allem darauf aufgebauten Recht entsagte und sich stattdessen einer selbstgestrickten deutschen Naturrechtsverfassung unterwarf.

„Was war zuerst da“, fragte sich Angela, „Mensch oder Grenze?“, und kam, obwohl sie nicht dabeigewesen sein konnte, zu dem Schluss es müsse der Mensch gewesen sein, der folglich die älteren Rechte habe, und zudem, nüchtern betrachtet, sowieso beiderseits von Grenzen anzutreffen sei, also im Prinzip im ganz großen Maßstab das vollführe, was Bühnenkünstler als den Trick mit der „Zersägten Jungfrau“ im Programm hätten, nämlich eine – wenn auch beeindruckende und gruselige, so doch nur – vorgegaukelte Illusion.

Aufbauend auf dieser Erkenntnis, dass Grenzen nur Illusion seien, konnte der logische Schluss nicht ausbleiben, dass etwas nicht Existentes, etwas, das nach der erweiterten  völkerrechtlichen Genderlehre auch nur „soziales Konstrukt“ ist, auch nicht verteidigt werden könne, ja nicht einmal verteidigt werden dürfe, da hier auf Seiten der nur ihr Naturrecht wahrnehmenden Grenzüberschreiter von einem strafrechtlich nicht mehr belangbaren, multiplen Verbotsirrtum ausgegangen werden müsse.

Die Welt sei folglich eben nicht jener Versuchsanordnung aus Schweinsblase und Bottich zu vergleichen, derzufolge Reichtum und Armut nach den Gesetzen der Osmose interagieren, bis es zum Ausgleich kommt, die Welt sei vielmehr jene Jungfrau, von der für eine kurze Weile angenommen werden muss, sie sei mittendurchgesägt, obwohl sie stets unteilbar geblieben ist, wie es das Kuratorium unteilbares Deutschland bis zum 2 + 4 Vertrag ermüdungsfrei auch für das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 vorgetragen hat.

Schon das Verschwinden des so genannten Eisernen Vorhanges, die so genannte Wiedervereinigung, aber auch die Ost-Erweiterung der EU und die Ost-Erweiterung der NATO sind doch, so Merkel weiter, unwiderlegbare Beweise für den illusionären Charakter von Grenzen, die doch nur Leid schaffen.

Wer solche Grenzen verteidigt, wie es die Angehörigen der Nationalen Volksarmee im Dienst am antikapitalistischen Schutzwall gehorsam taten, auch das hat die Geschichte bereits erwiesen, hat sich eines Verbrechens schuldig gemacht, weil – siehe oben  –  das im Unrechtsstaat gesetzte Recht vor dem ewig gültigen Naturrecht nicht Bestand haben kann.

Ich bin nun zu der Überzeugung gelangt: Merkel hat Recht, verharrt aber noch in einer kleinkarierten, korinthenkackerischen Auslegung des Naturrechts.

Was war denn zuerst da: Der Einwohner – oder das Meldeamt? Der Diesel – oder die NOx-Grenzwerte? Die Vermummung – oder das Vermummungsverbot? Das Königreich Bayern – oder Jean Claude Juncker?

Alles nur aufgesetzte Konstrukte!

Wer überzeugt ist, und daher zur Richtlinie der Politik macht, Menschen aller Arten und sexueller Identität und religiöser Fundamentalität hätten unterschiedslos ein Naturrecht auf Völkerwanderung und Niederlassungsfreiheit in Verbindung mit dem Naturrecht auf Leistungen des jeweiligen Wirts-Sozialstaates, der kann und darf da nicht stehenbleiben!

Allerdings wird die Illusion der Grenzziehung in einer Welt der Nudger und Soft-Lawer, der Warmduscher und pazifistisch angestrichenen Profit-Maximierer eben erst wahrgenommen, wenn die illusionären Grenz-Konstrukte massenhaft überschritten werden.

Hier liegt der Schlüssel für die Durchsetzung aller Interessen!

So wie es für die Banken hieß: „Too big to fail“, heißt es in Bezug auf die Migranten: „Too many, to do anything“ (bzw.: Jetzt sind sie halt da…!).

Das haben die nahe am Naturrecht sozialisierten nordafrikanischen Wüstensöhne und die schwarzafrikanischen Wandersleute ebenso verinnerlicht, wie Afghanen und Pakistani.

Und scheinbar gibt der Erfolg ihnen Recht. Dabei ist es umgekehrt: Das internationale, von den Vereinten Nationen aus der Jauchegrube der Geschichte gehobene, anarchische Faustrecht der undemokratischen Mehrheitsmacht ist die Grundlage ihres Erfolges!

Es ist das Recht, mit dem die Langobarden, die Ost- und die Westgoten das dekadente römische Reich vernichteten, es ist das Recht, mit dem die Spanier, Portugiesen, Briten und Franzosen den amerikanischen Kontinent für sich eroberten:

Das Recht, sich als Neuankömmling an kein bestehendes Recht halten zu müssen,
weil man stark genug ist, das eigene, mitgebrachte Recht (oder einfach nur sich selbst) durchzusetzen.

Wenn die ob ihres ruhigeren Temperamentes stets etwas langsamer reagierenden Deutschen dieses naturrechtliche Prinzip erst einmal auch sich selbst zu Nutze machen werden, bis es auch von ihnen heißt: „Es sind zu viele, um noch irgendetwas zu unternehmen“, wenn also die Autochthonen sich ebenfalls in die Wonnen des anarchistischen Chaos stürzen, wenn – um nur ein aktuelles Beispiel zu nennen, Diesefahrverbote schlicht massenhaft missachtet werden, wenn 99% des Bedarfs der Konsumenten per Ladendiebstahl und Plünderung befriedigt werden, wenn der Duft von Gras durch die Städte wabert und in sämtlichen öffentlichen Gebäuden und Gaststätten geraucht wird wie früher, und dem allen niemand Einhalt gebieten kann, weil die Ressourcen fehlen, dem noch Einhalt zu gebieten,

dann wird sich herausstellen, ob die Vernunft auf diesem Planeten endgültig verloren hat, oder ob es den Gutwilligen und Vernünftigen angesichts der verheerenden Zustände doch noch einmal gelingt, das Faustrecht durch eine Ordnung zu ersetzen, die von allen, selbst von den Regierungen, respektiert und wieder einmal für ein paar Jahrzehnte eingehalten wird.

Bis es dann wieder einmal heißt:

Wenn’s dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis.

 

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November 8th, 2018 by Egon W. Kreutzer

Sternstunde im Bundestag?

Der strahlende Stern wurde leider schon nach wenigen Minuten von einem großen, massereichen Schwarzen Loch verschluckt.

 

Üblicherweise versucht der Teufel, den frommen Christenmenschen zu einem Pakt zu überreden. Heute haben sich die Frommen aller Heilslehren gegen den Teufel verschworen.

Es war klar, dass die heutige Aussprache über den Antrag der AfD, die Bundesregierung aufzufordern, den „Pakt“ nicht zu unterschreiben, nicht zur vergnügungssteuerpflichtigen Veranstaltung geraten würde.

Es war klar, dass sich hinter den erklärten Zwanzig-Fünfzehnern (es handelt sich dabei um eine Unterart der Transatlantiker)  schnell der ganze Rest des Bundestages zusammenrotten würde, um gemeinsam auf die AfD einzuprügeln, weil man sich in der Masse halt so stark fühlt.

Es war nicht klar, dass der Kommentator bei Phönix auf eine derart schamlose Weise Partei ergreifen würde.

Es war nicht klar, mit welch‘ bodenloser Naivität die überwiegende Mehrzahl der gewählten Volksvertreter davon schwärmen würde, wie segensreich dieser wunderbare, unverbindliche Pakt gerade für Deutschland sei – und wie sie der AfD vorhielten, dem deutschen Volke mit der Ablehnung dieses Paktes Schaden zuzufügen.

Von daher war es ein Tortur, dieser Debatte zu folgen.

Weil 192 oder 190 oder 180 Staaten, ganz so sicher war man sich da nicht,
sich auf ein unverbindliches Papier geeinigt haben,
dessen sämtliche Forderungen Deutschland längst erfüllt,

(Da wird also gar nichts Neues mehr auf uns zukommen! Die AfD will doch nur aus schäbigen parteitaktischen Gründen Panik machen!)

werden nun alle Staaten dieser Welt,
alle Migranten unverbindlich so gut behandeln, wie Deutschland,
so dass die meisten Migranten gar keinen Anreiz mehr haben,
nach Deutschland zu kommen,
weil es ihnen ja schon in den bisherigen Transitländern so gut geht.

Wie abgestumpft muss man in diesem Hohen Hause sein, wenn man solche Traumtänzereien ertragen kann, ohne wie das HB-Männchen in die Luft zu gehen; wie ideologisch verbohrt, wenn man dieser Logik auch noch zu applaudieren vermag?

Der Afghane, der künftig beschließt, aus Afghanistan auszuwandern, weil er sich anderswo ein besseres Leben verspricht, der muss künftig nicht mehr den 5.000 Kilometer langen, beschwerlichen Weg nordwestwärts auf sich nehmen, um für sich und seine Angehörigen kostenlos Nahrung, Kleidung, Wohnung und medizinische Versorgung in Castrop-Rauxel zu finden. Es wird nach Inkraftsetzung des unverbindlichen Paktes völlig genügen, wenn er von Kabul aus 400 km in südöstlicher Richtung nach Islamabad zieht, weil Pakistan sich als Zielland ja verpflichtet hat, ihm die gleichen Leistungen zu bieten, wie Deutschland.

Überhaupt

(ich weiß, das klingt jetzt wirklich absolut irre, aber es ist der Kern der Argumentation von CDU und SPD, der auch von Grünen, FDP und LINKEn nicht angezweifelt wird)

überhaupt gäbe es dank dieses Paktes schon im nächsten Jahr nur noch ganz supertolle Zielländer in denen sich alle Migranten dieser Erde auf Kosten derer, die schon länger  dort leben, einen schlauen Lenz machen.

Das gilt übrigens nicht nur für Flüchtlinge. In Bezug auf die Flüchtlinge werden natürlich die Fluchtursachen bekämpft, und auch das kann nur eine Sache internationaler, unverbindlicher Absichtserklärungen sein, doch ansonsten ist Migrant jeder, der die Grenzen seines Heimatlandes in Richtung Ausland überschritten hat.

Einer der Redner hat ernsthaft erklärt, man müsse sich für die Angleichung der Standards einsetzen, wenn man die Migrationsanreize mindern will. Und er ist offenbar reinen Herzens davon ausgegangen, dass die Angleichung fraglos hinauf, aufs deutsche Niveau führen werde.

 

Neulich habe ich irgendwo die folgenden Sätze gelesen:

… kein Wunder, ist es doch so, dass sich die fachlichen und persönlichen Anforderungen, die an den Kandidaten für das Amt des Dorfbürgermeisters gestellt werden, in nichts von den Anforderungen unterscheiden, denen zu genügen hat, wer Bundeskanzler werden will.

Beide müssen ein gewisses Alter erreicht haben.

Niemand muss einen Schulabschluss vorweisen, um zum Bundeskanzler gewählt werden zu können, niemand braucht irgendwelche beruflichen Erfahrungen – wer gewählt wird, darf in Berlin kanzlern und im Dorf bürgermeistern.

Man kann den Gewählten also nicht den geringsten Vorwurf machen, wenn sie – vermeintlich Kraft ihres Amtes – Dinge tun oder veranlassen, deren Folgen sie mangels notwendiger Kenntnisse nicht überblicken können, oder gar solche, zu denen sie weder befugt noch berechtigt sind. 

Niemand kann sie zwingen, wissen zu müssen, was sie tun.

Erschwerend kommt hinzu, auch wenn dies nur selten bedacht wird, dass es der Vorteil des Klugen und Gerissenen ist, sich dumm stellen zu können, was umgekehrt nur selten gelingt.

Dem habe ich nur hinzuzufügen, dass auch die Abgeordnete des Deutschen Bundestages keinerlei Befähigungsnachweis vorzuweisen brauchen, es sei denn, man hält schon das Parteibuch für ausreichend.

Nachdem mich, als einem Kritiker dieses Paktes, der die Haltung der USA, Israels, Ungarns, Polens und Österreichs absolut nachvollziehen kann, aus dem Hohen Hause heute via Phönix der Pauschalvorwurf des Verschwörungstheoretikers getroffen hat, möchte ich den Damen und Herren im Hohen Hause in Dankbarkeit und Anerkennung attestieren, dass sie selbst als bloße (arglose) Theoretiker, denen jeder Gedanke an eine Verschwörung völlig fremd ist, nur mit Hilfe des Fraktionszwanges allein, in der Lage sind, durchaus erstaunliche Vorstellungen von der Realität zu entwickeln.

 

Leider wird sich an den Machtverhältnissen in Berlin bis zum Compact-Day in Marrakesch nichts mehr ändern.

Vermutlich ist der Pakt auch deshalb unverbindlich, weil man daraus nicht einmal verbindlich wieder aussteigen kann.

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November 5th, 2018 by Egon W. Kreutzer

Die Gerüchteküche brodelte an diesem Wochenende. War es nun ein Vortrag, den Maaßen vor drei Wochen in Warschau vor europäischen Mitschlapphüten gehalten haben soll, oder soll es in dem Manuskript einer Rede, die er nun offensichtlich nicht mehr halten soll, von Ausbrüchen insubordinativen Gedankengutes nur so wimmeln? Man weiß es nicht. Man weiß es nicht.

Seehofer sagt auch nichts dazu. Wattennu?

Gehen wir ein paar Wochen zurück. Zu dem Augenblick, in dem sich Steffen Seibert und Angela Merkel auf den Terminus „Hetzjagden“ verständigt hatten.

Das muss der Augenblick gewesen sein, als dem Chef des Inlandsgeheimdienstes die Zornesader dick angeschwollen ist. Das muss der Augenblick gewesen sein, in dem sich Hans-Georg Maaßen geschworen hat, sich nicht weiter verbiegen zu lassen, nur um Merkel und Nahles und den im Hintergrund lauernden Grünen und den Nicht-Wagenknecht-Linken die Haut zu retten.

„Den Bullshit lasse ich ihnen nicht durchgehen“, mag er sich gedacht haben, bevor er ganz dezent formulierte, es lägen ihm diesbezüglich keine Erkenntnisse vor.

Nun ist das tumbe Wahlvolk leider nicht mehr in der Lage, sich vorzustellen, dass – wenn jemand in diesem Lande Erkenntnisse hat – dies der Chef des Inlandsgeheimdienstes ist, und nicht der Regierungssprecher und schon gar nicht die Kanzlerin, wie eben auch, im Umkehrschluss, Kanzlerin und Sprecher keine Erkenntnisse haben können, wenn Herr Maaßen keine hat.

 

Blödheit und Desinteresse der Massen machten es jedoch einfach, die Sache so hinzustellen, als hätte Maaßen aus niederen persönlichen Motiven gelogen, mit dem Ziel, die Kanzlerin zu beschädigen. So dass aus Millionen Kehlen jenes „Kreuziget ihn!“ erschallte, das schon immer die größten Torheiten scheinbar demokratischer Entscheidungen begleitet, obwohl es nicht dem Verstand, auch nicht der Schwarmintellligenz geschuldet ist, sondern einzig dem gezielten Einsatz aller Mittel der Demagogie.

 

Die Kanzlerin, in der DDR sozialisiert und mit den Gebräuchen der Dienste vertraut, war sich wohl im Klaren darüber, dass der Fall nicht weiter aufgeblasen werden dürfe, und von daher, wenn nicht gar Urheberin, so doch zumindest sehr glücklich über den Deal, Maaßen per Beförderung ruhig zu stellen.

Doch die gelernte Ex-Juso-Vorsitzende, deren bisheriges Lebenswerk wohl darin gipfelt, 1999, nach 20 Semestern entbehrungsreichen Studiums, eine Magisterarbeit mit dem Titel „Funktion der Katastrophen im Serien-Liebesroman“ einzureichen, ließ sich von ihren parteiinternen Kritikern aufhetzen, den Deal wieder rückgängig zu machen. Prompt naht die Katastrophe im Serien-Roman No. 251  „Die ungeliebte Vorsitzende“ aus der Reihe „Im Dienste von Volk und Vaterland“ in Gestalt von durchgestochenen Redeinhalten, die ein Komplott von links gegen die GroKo erahnen lassen, was nicht nur der Nahles sondern der gesamte SPD geschadet hat, und statt aus der ersten Erfahrung gelernt zu haben, folgt nun der zweite Versuch, den Herrn Maaßen mundtot zu machen, indem er in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden soll.

Seehofer zögert, Merkel hält sich bedeckt – wieder ist es die SPD, die ohne Not aus purem Aktionismus ins offene Messer rennt – und die Grünen nehmen ihre Chance wahr und stochern mitleidlos in der schon wieder aufgebrochenen Wunde der GroKo.

Ich gehe davon aus, dass niemand im Regierungslager in Berlin, Wolfgang Schäuble (ich weiß, offiziell regiert der Präsident des Deutschen Bundestages nicht mit)  vielleicht ausgenommen, eine halbwegs zutreffende Vorstellung davon hat, über welche Möglichkeiten und Verbindungen der jämmerlich schlecht bezahlte Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz verfügt, Einfluss zu nehmen, auch dann noch, wenn er offiziell kalt gestellt sein wird.

Wenn es demnächst zum Frontalangriff auf Angela Merkel und die Vertreter des Globalismus in der Bundesregierung kommen wird, wird Maaßen dabei sicherlich eine wichtige Rolle spielen, vollkommen egal, wer jetzt meint, den Stab über ihn brechen zu können.

 

Warten wir ab, was morgen die Wahlen in den USA bringen werden.

Bleibt Trump oben, wovon ich ausgehe, werden sich auch bei uns viele festgerostet scheinende Fähnchen plötzlich hurtig neu in den Wind drehen.

Darüber könnte der Fall Maaßen  vollständig in Vergessenheit geraten. Es sei denn, die SPD sieht darin auch dann noch ihre letzte Daseinsberechtigung.

 

 

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November 2nd, 2018 by Egon W. Kreutzer

Rrrrechtlich unnnverrrrbinnnndlich!

 

Die schnarrende Stimme von Anton Hynkel in „Der große Diktator“, synchronisiert von Hans Hessling, die muss es gar nicht sein.

Es genügt auch das Altmännergequieke von Walter Ulbricht: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“,

um mir einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen zu lassen.

Nun heißt es  auf der CDU-Seite im Internet:

 

Im Internet tauchten dazu Falschmeldungen gegen den GCM auf, die zu Fragen von besorgten Bürgern geführt haben. Diese Fragen beantworten wir im Folgenden:

 

Frage

Entstehen aus dem UN-Migrationspakt neue Pflichten für unser Land?

Antwort

Nein. Der Pakt ist kein völkerrechtlicher Vertrag. Er ist rechtlich unverbindlich. Seine politischen Vorgaben erfüllt Deutschland grundsätzlich bereits. Sie stehen im Einklang mit den Zielen, die die CDU im Koalitionsvertrag durchgesetzt hat.

 

Und schon wieder rieselt es mir eiskalt über den Rücken. In Anbetracht dieser eiskalten Irreführung der (Bio-)Deutschen, verbunden mit dem stolzen Eingeständnis des Rechtsbruchs seit September 2015.

Fangen wir mit dem Aufdröseln der eigentlichen Aussage dieses Textes von hinten an. Der „Pakt“ enthält, das wird zugegeben, politische Vorgaben. Diese Vorgaben stünden, so heißt es, im Einklang mit den Zielen, die die CDU im Koalitionsvertrag durchgesetzt hat. Das heißt aber weder, dass sie so drinstehen, noch dass die Vorgaben oder das was im Koalitionsvertrag damit im Einklang steht, auch mit dem Grundgesetz in Einklang steht – und das tut der Pakt eben nicht!

Es mag mit dem Grundgesetz in Einklang stehen, dass die Bundesregierung internationale Wischi-Waschi-Papiere unterschreiben darf. Meinetwegen sogar einen Glückwunsch an den Bürgermeister von Amsterdam zum 381. Jubiläum des Endes der Tulpenhysterie,

was in dem Globalen Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration drin steht, ist aber nicht nur nicht Wischi-Waschi, sondern in weiten Teilen nicht mit dem Grundgesetz vereinbar – und das wäre es noch nicht einmal, wenn im Grundgesetz verankert wäre, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist.

Wenn die CDU sich dann rühmt, die Vorgaben des GCM würden von Deutschland bereits grundsätzlich erfüllt, dann ist das der Versuch, das, was Horst Seehofer die „Herrschaft des Unrechts“ nannte, zu einem rechtlich einwandfrei abgesegneten und längst gebräuchlichen Vorgehen zu erklären, was es absolut nicht ist. Hochrangige Verfassungsjuristen bestreiten das vehement, werden jedoch von der Alternativlosen mit Verachtung gestraft. So ist das.

Nun aber zum Kern:

Warum unterschreibt jemand eine unverbindliche Absichtserklärung?

Doch nicht, weil er nicht die Absicht hat, dieser Erklärung entsprechend zu handeln!

Ich glaube nicht, dass diese Bundesregierung die Absicht hat, die Gemeinschaft der rund 190 Staaten, die diesen Pakt in Marrakesch unterschreiben werden, mit einer nicht ernst gemeinten Unterschrift total zu verarschen!

Ich glaube eher, dass die Finte, den Pakt als „rechtlich unverbindliche Vereinbarung“ zu deklarieren, eher der Verarschung einer ganz anderen Zielgruppe dienen soll. Nämlich genau jener Zielgruppe, die sich einreden lässt, bei der Reduzierung illegaler Migration ginge es darum die Zuwanderung zu begrenzen, statt zu begreifen, dass der Sachverhalt der illegalen Migration mit diesem Pakt faktisch abgeschafft wird. Migration ist hinfort legal und eröffnet dem Migranten im selbstgewählten Zielland die volle rechtliche Gleichstellung mit jenen, die schon länger dort wohnen!

Selbstverständlich ist im „Pakt“ unter Pkt. 15 geregelt, dass die Nationale Souveränität bestehen bleibt und jeder Staat selbst regeln könne, was legale und was illegale Migration sei. Nähme die Bundesregierung dies ernst, hätte sie vor der Unterschrift im Dezember ein entsprechendes Gesetz verabschieden müssen. Hat sie das getan? Mir ist davon nichts bekannt.

Wie kann man sich über Trump, Orban, Kurz und den Australier, der auch nicht unterschreiben wird, im höchsten Diskant moralischer Überlegenheit erregen, wenn man selbst nur unterschreibt, weil es ja unverbindlich ist.

Liebe CDU, liebe Bundesregierung, ihr macht euch lächerlich!

Auch damit übrigens:

 

Frage

Stimmt es, dass der UN-Migrationspakt den Staaten die Pflicht auferlegt, Kritik an Einwanderung und an den UN-Migrationspakt zu unterbinden?

Antwort

Selbstverständlich nicht. Ganz im Gegenteil. Die Unterzeichnerstaaten sollen im Einklang mit dem Völkerrecht das Recht der freien Meinungsäußerung schützen. Sie sollen allerdings einen offenen und auf nachweisbaren Fakten beruhenden öffentlichen Diskurs fördern. Eine Strafverfolgung als mögliche Maßnahme wird nur für Gewalt- und Hassstraftaten genannt. Dies entspricht der bereits bestehenden deutschen Rechtslage gegen Hetze, Gewalt, Beleidigungen oder Schmähkritik.

Denn genau die Pflicht, Kritik zu unterbinden, ist Bestandteil des GCM, wenn sie auch voll im Sinne des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes und Orwell’scher Sprachgestaltung nahezu unangreifbar im gesamten Text an vielen Stellen daherkommt, unter Grundsatz 17 wird es deutlich, wenn es heißt:

Alle Formen der Diskriminierung beseitigen,

die evidenzbasierte öffentliche Diskussion fördern,
um die Auffassungen über Migration zu formen.

Wenn Regierungen darangehen, die Auffassungen ihrer Bürger zu formen, dann ist das Bevormundung mit der Tendenz zur Meinungsdiktatur – und davon haben wir mit den Netzwerkdurchsetzungsgesetz, der seit ein paar Monaten „bestehenden deutschen Rechtslage“, die ja keineswegs unumstritten ist, schon mehr als genug.

Mag sein, dass das Maaswerk vom Verfassungsgericht nicht gekippt wird. Es kann aber auch anders kommen, und die Verfassungsrichter stärken die Meinungsfreiheit mal wieder ein bisschen.

 

Ich bin der Überzeugung, dass niemand ein rechtlich unverbindliches Papier unterzeichnen sollte, der sich von Anfang an gegenüber denen, für die er stellvertretend unterzeichnet, darauf hinausredet, dass es ja völlig unverbindlich sei.

Ich bin zudem der Überzeugung, dass keine deutsche Bundesregierung auch nur im Ansatz befugt ist, ein Papier von einer derartigen Tragweite überhaupt zu unterzeichnen, ohne vorher einen Volksentscheid herbeizuführen.

Frau Merkel wird es uns allen, ebenso wie Herr Maas übrigens, der ja neuerdings als Außenminister tätig ist, nach Unterzeichnung gerne ausführlich so lange erklären, bis wir es alle verstanden haben, dass man sich selbstverständlich auch an einen rrrechtlich unnnverrrrbinnndlichen Pakt gebunden fühlen kann, vor allem, wenn man das von Anfang an so wollte.

Phhhh!

Brechreiz.

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November 2nd, 2018 by Egon W. Kreutzer

Wer nicht die Absicht hat, CDU oder CSU zu wählen, kommt leicht in Versuchung, den jetzt ausgebrochenen Kampf um den Parteivorsitz nicht weiter ernst zu nehmen, ganz nach dem Motto: Was geht’s mich an? Wenn die sich streiten, freut sich der Dritte!

Falsch! Ganz falsch!

Dreizehn Jahre lang wurde die deutsche Politik von der Vorsitzenden der Christdemokraten bestimmt. Dreizehn Jahre lang konnten sämtliche Koalitionspartner diese Politik nicht beeinflussen, sondern allenfalls ein paar eigene Schleifchen dranbinden.

Ob nun Friedrich Merz, Jens Spahn, Annegret Kramp-Karrenbauer oder einer der No-Names, die sich ebenfalls bewerben, die Ausrichtung der CDU bestimmen wird, ist für alle Deutschen von eminent wichtiger Bedeutung. Oder glaubt jemand ernsthaft daran, dass bis zu den Bundestagswahlen 2025 irgendeine andere Partei als die CDU, im Verbund mit der CSU die Mehrheit im Deutschen Bundestag und den Senior-Partner jedweder denkbaren Koalition stellen wird?

Auf mich wirkt die Riege der bis jetzt angetretenen Bewerber wie ein „Best of Geisterbahn“!

Ein Friedrich Merz, der den Anspruch des Großkapitals auf die ungehinderte Bewirtschaftung der deutschen Bevölkerung verkörpert und sich noch nicht einmal die Mühe gibt, glauben machen zu wollen, er könne so den Nutzen des deutschen Volkes mehren, würde Deutschland in transsylvanische Verhältnisse stürzen, nur mit dem Unterschied, dass die Vampire inzwischen gelernt haben, mit Lichtschutzfaktor 150 auch am hellichten Tag Beute zu machen.

Annegret Kramp-Karrenbauer, mit der Attitüde der jungen Naiven stets theatralisch auf dies und das pochend, und dabei den spröden Charme der klassenbesten Streberin versprühend, wird hinter dieser Maske alles verborgen halten, was sie und die CDU zu wessen Wohl bezwecken, und sich noch mit Krokodilstränen des Mitleids mit den Betroffenen fotografieren lassen, wenn das Ziel erreicht ist.

Jens Spahn klingt immer wie:“Klotzen, nicht kleckern!“, mag wohl ein bisschen den Trump markieren, doch ist für mich nicht erkennbar, ob hinter der Fassade der Kraftmeierei mehr steckt als gähnende Leere, und falls ja, dann wüsste ich zu gerne was – oder wer.

 

Nein, das ist nicht die erste Träne der Reue, das ist keine Trauer über den Verlust der Vorsitzenden Merkel: Es ist der Versuch, den hie und da schon ausgebrochenen Freudentaumel zu beenden, mit der Erkenntnis: „Es wird nicht besser! Bestenfalls wird es ein bisschen anders.“

Dass die CDU sich von Merkel verabschiedet, heißt nicht, dass sie sich von ihrem Kurs verabschieden wird. Auch wenn das ein Teil der Basis will – mit dem jetzt angebotenen Personal für die Nachfolge im Parteivorsitz kann das nicht gelingen.

 

Da müsste sich erst einer finden, der noch vor dem Parteitag erklärt, dass er dafür sorgen wird, dass Deutschland den UN-Migrationspakt nicht unterschreiben wird …

 

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Oktober 31st, 2018 by Egon W. Kreutzer

Der Berg kreißte und ein Mäuslein ward geboren.

 

Die Wehen begannen am Abend des 24. September 2017. Das ist über ein Jahr her – und es war der Tag der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag.

Die erste Wehe (oder war es das erste „Wehe!“) zeichnete sich schon früh ab. Gegen den  langen Trend stieg die Wahlbeteiligung um rund fünf Prozentpunkte.

Da waren sie wieder, die schon sicher sediert geglaubten Nichtwähler. Auferstanden von ihren Ruhekissen zeigten sie an, dass es vorbei war mit dem stillen Einverständnis des Souveräns.

Die zweite Wehe folgte mit elementarer Wucht dann gleich nach 18 Uhr als die Prognose und dann die ersten Hochrechnungen vorlagen. Die GroKo schwer beschädigt, Verluste der CDU, bezogen auf das Ergebnis von 2013, 21,4 Prozent. Mehr als ein Fünftel der Wähler von 2013 haben ihr Kreuz anderswo gemacht. Bei der SPD fast das identisch gleiche Bild, auch hier hat sich jeder Fünfte verabschiedet, die CSU kam etwas besser weg, nur jeder Sechste ging von der Fahne, doch die Schmerzensschreie der GroKo im Kreissaal hallten durchs ganze Land und jedermann fragte sich, ob die große Koalition im Kreißsaal ihr Leben aushauchen würde um neuem Leben eine Chance zu geben.

Tatsächlich sah es dann über Monate so aus, als könnte sich eine neue Formation bilden, mit den Farben Jamaicas: Grün als Fundament unten und Grün als Domina auch oben, Schwarz ganz links und Schwarz ganz rechts, und darüber, trennend, statt verbindend, ein gelbes Kreuz.

Doch Jamaica erwies sich als ein nicht lebensfähiges Frühchen, das nicht einmal für wert gehalten wurde, es im Brutkasten aufzupäppeln. Es landete bei all dem anderem Klinikmüll, der sich laufend so ansammelt und wurde ohne großes Aufhebens entsorgt.

Aber ohne dass es einer neuerlichen Befruchtung durch den Souverän bedurft hätte, schickte sich ein weiteres Wesen an, den Geburtskanal zu verlassen, ein Wesen, das die ganze Zeit ungeduldig hinter Jamaica gelauert hatte. Es sah der alten GroKo zum Verwechseln ähnlich, wirkte auch gar nicht jung oder neu, nur viel schlanker, und deswegen flutschte es jetzt auch nur so heraus, und Martin Schulz landete mit der Nachgeburt im Klinikmüll.

Bald stellte sich heraus, dass bei der Zeugung der neuen GroKo nicht eine regierungsfähige Einheit entstanden war, es handelte sich auch nicht, wie zuvor, um ein am Kopf zusammengewachsenes siamesisches Zwillingspaar mit links roten und rechts schwarzen Haaren – nein: Etwas Neues war entstanden. Die Drillinge mit den  Scherenhänden, aneinander gefesselt von der um die drei Hälse gewickelten Nabelschnur der gemeinsamen Mehrheit, versuchten sie permanent in alle Richtungen auseinander zu streben, um sich gleich darauf wieder mit den scharfen Scherenhänden blutige Verletzungen zuzufügen…

Dann kam die Bayernwahl. Erneut erschütterten schwere Wehenkrämpfe das Land. Die Vermutung, auch die GroKo sei nur eine vorauseilende Fehlgeburt gewesen, es käme nun endlich DAS NEUE machte die Runde.

Doch es vergingen noch einmal zwei Wochen.

Die Hessen wählten.

Die letzte, alles zerfetzende Presswehe ließ das Land sich aufbäumen – und dann geschah das Wunder:

 

In die bange Stille hinein tat ein rosiges Mädchen seinen ersten Schrei und der klang so:

Ich will noch drei Jahre die Kanzlerin aller jener sein,
die in dem Land, das mir gehört,
gut und gerne oder so leben –
und das mit all meiner Kraft
und neuem Schwung –
ohne die Last des Parteivorsitzes.

 

Leute! Ist das nicht fantastisch, wie stabil unsere Demokratie ist und jeden Sturm, jeden Erdrutsch unbeirrt, ja unbekümmert übersteht?

Selbst drei verheerende Wahlniederlagen in Folge haben unsere Qualitätsregierung nicht aus der Bahn werfen können.

Ich könnte heulen vor Stolz! Ist doch wahr!

Mit Angela Merkel auf der Brücke würde die Titanic auch heute, nach über hundert Jahren noch unsinkbar über die Weltmeere fahren und jeder Eisberg, der die Vibrationen der drei Schrauben der Titanic verspürt, würde, wie die Piraten bei Asterix  und Obelix, jedwede Möglichkeit ergreifen, der für ihn tödlichen Kollission zu entgehen – und sei es durch spontante Totalverdunstung.

Eine Teflon-Kanzlerin auf der Brücke, eine Drei-Wetter-Taft Kriegsministerin im War Room und das stärkste Mädchen der Welt, mit einem Pferd auf dem Balkon und Herrn Nilson im Genick als Dauerattraktion auf der Showbühne, das kann sich auf dieser Welt nicht jeder leisten, schon gar nicht in der felsenfesten Überzeugung, es handle sich um eine ganz normale Demokratie.

Bei Wilhelm Busch heißt es, in Anbetracht der tollen Streiche des unbesiegbaren Duos Max und Moritz schon im Vorwort:

Aber wehe, wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe!

 

Am Ende war es nicht die alte Witwe Bolte, die, mit ihrem letzten Zahne knirschend, den Diebstahl ihrer Hühner hinnnehmen musste, weil es ihr an Kraft und Vitalität fehlte, es war nicht der spindeldürre Schneider Böck, der ihr höhnisches „Meck, meck, meck“ unbeantwortet lassen musste, weil er sie nicht erwischen konnte, es war nicht der vergeistigte Lehrer und Orgelspieler Lämpel, der einem Sprengstoff-Attentat zum Opfer fiel, es war nicht der ewig schläfrige Onkel Fritze, es war auch nicht der Zuckerbäcker, der den beiden zwar einen ordentlichen Schrecken einjagte, sie dann aber doch wieder laufen ließ: Es war der zupackende Bauer Mecke, der sich pragmatisch mit dem Müller verbündete und dem unseligen Treiben ein Ende bereitete.

Als man dies im Dorf erfuhr,
war von Trauer keine Spur.

Kurz, im ganzen Ort herum,
ging ein freudiges Gebrumm:
„Gott sei Dank! Nun ist’s vorbei
mit der Übeltäterei!“

 

Ist allerdings leider nicht politisch korrekt, der Herr Busch.

Gesoffen haben soll er ja auch.

Heute gilt, dass jemand, der nicht bei den Streichen eins bis sechs, sondern nur am Ende des letzten Streiches lacht, ein Nazi ist und als sogenannter hate-laugher gelöscht werden muss.

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Oktober 29th, 2018 by Egon W. Kreutzer

Regiefehler. 

Hat die Hessen-CDU nicht schlecht genug abgeschnitten?

Friedrich Merz soll schon am Sonntagabend bereitgestanden haben, offiziell das Amt des CDU-Vorsitzenden zu übernehmen, für den Fall, dass Bouffier eine Pleite einfährt. Davon waren wichtige CDU-Funktionäre schon vor einer Woche unterrichtet worden. Ob wohl Angela Merkel auch zu den Unterrichteten gehörte?

Das hat offenbar nicht funktioniert.

Am Vormittag durfte Merkel dann erklären, dass Sie den Vorsitz abgeben würde, aber noch Kanzler bleiben will.

Prompt sprang Merz hinter dem Gebüsch hervor und bewarb sich um den Vorsitz. Auch Annegret Kramp Karrenbauer hat ihren Hut in den Ring geworfen.

Später offenbarte Merkel dann, dass sie nach Ablauf dieser Amtsperiode auch nicht mehr für das Kanzleramt kandidieren wolle.

Da hatte ich die Trägheit der Unions-Masse über- und die Ungeduld der Königsmörder unterschätzt.

Allerdings sehe ich im Wechsel im Parteivorsitz keinen Vorteil für die CDU, der helfen könnte, den Abwärtstrend zu beenden. Dazu wäre ein neues Gesicht mit dem Charisma eines wahren Hoffnungsträgers im Kanzleramt erforderlich.

Friedrich Merz, der Mann mit der Steuererklärung auf dem Bierdeckel, sollte er tatsächlich den Vorsitz an sich reißen können, müsste Merkel bis zur Halbzeit der Legislatur auch aus dem Kanzleramt verdrängen und sich selbst zum Bundeskanzler ernennen lassen, um die Union aus der Lethargie zu wecken. Ob er dafür ausreichend Rückhalt in der Partei hat, ist m.E. jedoch fraglich.

 

 

 

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